Peter Müller

Was wird nun aus dem Protest der Mannsflurer Bürgerinitiative, die ihren Unmut über den Bau eines Stalles für 12 000 Bio-Legehennen im benachbarten Hohenreuth zum Ausdruck gebracht hat? Lassen die Anwohner der Umbenennung eines Straßenschildes und ihren Plakat-Aktionen nun auch juristische Taten folgen? "Bei uns ist noch nichts eingegangen", antwortete die Pressesprecherin des Verwaltungsgerichts Bayreuth, Angelika Janßen, gestern auf eine entsprechende Anfrage der BR. Doch dies hat einen guten Grund, wie Rechtsanwalt Stefan Kollerer aus Kulmbach erläuterte. Er habe bislang warten müssen, weil die Kostendeckung seitens der Rechtsschutzversicherung noch nicht abgeklärt war. Nachdem dies nun der Fall sei, werde er noch in dieser Woche für mehrere Anwohner Anträge auf ein gerichtliches Klageverfahren und ein Eilverfahren einreichen, das die Einstellung der Bauarbeiten zum Ziel habe.
Wie berichtet, hat das Landratsamt Kulmbach Landwirt Stephan Haas am 19. September eine Teilbaugenehmigung erteilt. Diese bezieht sich zunächst auf den Erdaushub, die Fundamentierung und die Rohbauarbeiten. Die Beseitigung des Niederschlagswassers muss noch geklärt werden. Haas hatte mit den Erdarbeiten schon vorher begonnen.