Eltmann

Realschüler machen sich ein Bild über Flucht

Die Wallburg-Realschule Eltmann macht sich stark gegen jede Art von Diskriminierung. Nicht ohne Grund wurde die Bildungseinrichtung als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ausgezeichnet. Im R...
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Die Eltmanner Realschüler setzten ein Welt-Puzzle zusammen. Es zeigt die Länder, aus denen Menschen flüchten.  Foto: Günther Geiling
Die Eltmanner Realschüler setzten ein Welt-Puzzle zusammen. Es zeigt die Länder, aus denen Menschen flüchten. Foto: Günther Geiling

Die Wallburg-Realschule Eltmann macht sich stark gegen jede Art von Diskriminierung. Nicht ohne Grund wurde die Bildungseinrichtung als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ausgezeichnet.

Im Rahmen der "Interkommunalen Wochen" im Landkreis stand in dieser Woche das Kolping-Infomobil "Roadshow Integration" an der Schule mit konkreten Angeboten zu den Themen Migration, Flucht und Integration. Das Projekt wird auch vom europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds gefördert.

Verbindungslehrerin Corinna Hartwich-Beck setzt sich besonders für die Thematik ein. Sie übernahm die organisatorischen Aufgaben für die Realschule.

Abwechselnd haben an dem Tag alle vier Klassen der siebten Jahrgangsstufe das Infomobil besucht und an einer Schulung teilgenommen mit den Themen "Was bedeutet Heimat für mich?", "Was wäre, wenn ich meine Heimat verlassen müsste?" und "Was bräuchte ich, um woanders eine neue Heimat zu finden?" Fachliche Informationen und pädagogische Begleitung leisteten drei Fachreferenten des Kolpingwerks. Sie hatten einen weiten Weg von Köln nach Eltmann auf sich genommen, um den Schülern und Lehrern die Thematik näherzubringen.

Spielerische Elemente

Dies wurde auch spielerisch erreicht, etwa mit dem Kicker-Spiel. Dann galt es, ein Welt-Puzzle zu fertigen, bei dem die Länder der Erde zusammenzusetzen sind. Mit Malen und Bildern gab es weitere Möglichkeiten, die Themen der Migration und Integration aufzuarbeiten.

Nach dem Besuch des Infomobils gab es für die Realschüler eine Schulung zum Umgang mit Vorbehalten und Vorurteilen. Die Kinder lernten, sich argumentativ gegen Stammtischparolen zu behaupten.

Authentisch war, dass während der Aktion Personen mit Fluchthintergrund eingebunden waren. So haben zwei Fachreferenten des Kolpingwerks, Mohammed Habibi und Anwar Abdulkaders, selbst Fluchterfahrung. Sie berichteten von ihren Erlebnissen und gingen auf Fragen der Schüler persönlich ein.

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