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Rauhenebrach

Rauhenebrach will mit weiterem Brunnen die Wasserversorgung sichern

Die Gemeinde Rauhenebrach saniert weiter ihr Wasserleitungsnetz und sucht einen weiteren Trinkwasserbrunnen. Den Auftrag für zwei Versuchsbohrungen vergab der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag...
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Die Gemeinde Rauhenebrach saniert weiter ihr Wasserleitungsnetz und sucht einen weiteren Trinkwasserbrunnen. Den Auftrag für zwei Versuchsbohrungen vergab der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend; zunächst wird in der Nähe von Karbach eine Bohrung niedergebracht; wenn diese nicht erfolgversprechend ist, soll eine weitere im Schulterbachtal erfolgen. Rund 60 000 Euro kostet solch eine Probebohrung.

Die Gemeinde Rauhenebrach reagiert damit auf die zunehmende Trockenheit. Die Brunnen hätten sich zwar im Laufe der Wintermonate ein Stück weit regeneriert, so Bürgermeister Matthias Bäuerlein (FW). Der Grundwasserspiegel sinke jedoch seit Jahren kontinuierlich, weil diese Erholung nicht so stark sei, dass das Niveau des Vorjahres erreicht werde. Diese Entwicklung ist praktisch unterfrankenweit zu beobachten.

Deshalb hat der Gemeinderat im Zuge des Gesamtkonzepts zur Sanierung und Umorganisation des Wasserversorgungsnetzes beschlossen, auf die Suche nach einem weiteren ergiebigen Brunnen zu gehen. Gleichzeitig beantragte der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag die Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis für alle bisherigen Brunnen für die nächsten drei bis vier Jahre. Ob Neben den beiden Brunnen in Untersteinbach und dem im Schulterbachtal darüber hinaus auch alle anderen Brunnen in Fürnbach, Koppenwind und Prölsdorf am Netz bleiben, das wird sich im Zuge der Gesamtkonzeption entscheiden.

Gemeinschaftshaus

Neben zahlreichen privaten Bauanträgen behandelte der Gemeinderat auch das Bauvorhaben "Gemeinschaftshaus mit überdachter Freifläche am Dorfplatz in Theinheim". Neben dem Feuerwehrhaus dort wurde ein Anwesen durch die Gemeinde abgebrochen, auf dem entstandenen Platz soll nun ein Gebäude mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten entstehen - mit einem kleinen Versammlungsraum und einem Freisitz, der auch Außenveranstaltungen möglich macht. Eine örtliche Arbeitsgruppe hat den Vorentwurf mitgestaltet, die Details will Bürgermeister Matthias Bäuerlein mit den Theinheimern nochmals besprechen, wenn der Bauantrag vom Landratsamt grundsätzlich genehmigt ist. Dann soll auch die Kostenvereinbarung mit dem Amt für ländliche Entwicklung abgeschlossen werden, das Gemeinschaftshaus wird nämlich im Zuge der Dorferneuerung bezuschusst. Der Bürgermeister möchte noch in diesem Jahr bauen und 2021 die Außenflächen anlegen. Bei der Nutzungsvereinbarung soll auf jeden Fall wie in anderen Gemeindeteilen darauf geachtet werden, das das Gemeinschaftshaus keine Konkurrenz zur örtlichen Gastronomie wird, war man sich im Gremium einig.

Förderung für Spielplatz

Gute Nachrichten hatte Bürgermeister Matthias Bäuerlein zum Spielplatz in Untersteinbach an der Schule. In der Februar-Sitzung hatte der Gemeinderat beschlossen, diesen Spielplatz vor allem für Kleinkinder besser auszustatten. Dafür wurden vorerst 13 500 Euro aus dem Gemeindehaushalt freigegeben. Dieser Betrag würde ausreichen, um das zentrale Multifunktionsspielgerät mit Klettermöglichkeiten, Rutsche und anderem zu bezahlen.

Bäuerlein hat mittlerweile beim Amt für ländliche Entwicklung erreicht, dass der Spielplatz eine Förderung erhalten kann, wenn das Verfahrensgebiet der Flurbereinigung auf das Grundstück ausgedehnt wird. Dieses beschloss der Gemeinderat am Dienstag. Wenn auch die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung zustimmt, kann die gesamte Spielplatz-Erweiterung gefördert werden und damit könnten auch die anderen gewünschten Spielgeräte auf einmal installiert werden, etwa eine Nestschaukel oder kleine Wipptiere.

Obwohl der Kindergarten Geusfeld derzeit mit 25 Kindern voll belegt ist, beantragte der Gemeinderat vorsorglich die Landkindergartenregelung, die dem Kindergarten einige Jahre lang das finanzielle Überleben gewährleistet hatte. Welche Art der Förderung die bessere ist, das entscheide sich immer nach Abschluss eines Kindergartenjahres, so Matthias Bäuerlein.

Kitas sind mehr als ausgelastet

Er ergänzte, dass der Kindergarten in Untersteinbach mit Krippe und Regelgruppen bis weit in das Jahr 2021 hinein ausgelastet sei und derzeit Wartelisten anlege. Deshalb werde er sich demnächst mit allen Kindergartenleitungen und -trägern zusammensetzen, um eine Gesamtbilanz über alle drei Kindergärten und die jeweils verfügbaren Plätze aufzustellen.

Schnellstmöglich soll die Sanierung von Kanal und Wasserleitung in der Obersteinbacher Straße in Untersteinbach beginnen. Der Gemeinderat vergab die Tiefbauarbeiten mit Kosten in Höhe von rund 375 000 Euro.