Herzogenaurach
Planungsausschuss

Rathausfoyer: Gestaltungsvorschläge fallen durch

Bei der Vorstellung der Planungsdetails des Rathausneubaus wurde angeregt, dass die Gestaltung des Eingangsbereiches überarbeitet werden sollte. Bei der Sitzung des Herzogenauracher Planungs- und Umwe...
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Bei der Vorstellung der Planungsdetails des Rathausneubaus wurde angeregt, dass die Gestaltung des Eingangsbereiches überarbeitet werden sollte. Bei der Sitzung des Herzogenauracher Planungs- und Umweltausschusses stellte Projektleiter Christoph Schmidt vom Büro BSS-Architekten einige Änderungen vor und stieß damit am Ende aber auf wenig Begeisterung. Insbesondere wurde der Vorschlag der sogenannten Pförtnerloge emotional diskutiert.

Für Retta Müller-Schimmel (Grüne) hatte der Entwurf "Kiosk-Charakter". Vor allem der Vorschlag, den betreffenden Platz des Rathausmitarbeiters in die Wand zu integrieren, stieß auf heftige Kritik. Konrad Körner (CSU) zog den Vergleich mit einer Polizeidienststelle, wo die Besucher auch von einer Glaswand aufgehalten werden. Selbst die Sparkasse habe die Schalter umgebaut und die dicken Glasscheiben entfernt. Körner fragte: "Warum sitzt der Mitarbeiter überhaupt hinter Glas?"

Dass dies schon seinen Sinn habe, begründete sowohl der Projektleiter als auch Bürgermeister German Hacker (SPD). Sicher habe eine frei zugängliche Empfangstheke etwas Reizvolles, aber diese sei nicht rund um die Uhr besetzt und das Rathaus sei ja oft auch außerhalb der normalen Dienstzeit geöffnet, erklärte der Bürgermeister. Bei einem Pförtner lägen immer wieder Postsendungen und Unterlagen, zu denen Fremde keinen Zugang haben sollten.

Dass die Fenster im Windfang und Foyer tagsüber weggeklappt oder in der Wand verschwinden könnten, konnte die Kritiker letztlich auch nicht beruhigen. Ein Pförtner müsse sofort sichtbar sein und nicht sich hinter einer "Einhausung" befinden, kritisierte Walter Drebinger von der CSU. Der Entwurf sei enttäuschend. "Hier vermisse ich eine pfiffige Idee. Ich hätte mir alles viel offener gewünscht", sagte Drebinger und übte auch am geplanten Ausstellungsraum im Foyer Kritik, denn dieser verschwinde ebenfalls hinter einer Einhausung. Dies bestritt der Bürgermeister und verwies auf die riesigen Türen, durch die der geplante Raum auch mal notfalls als Besprechungsraum genutzt werden könne.

Alle Argumente des Planers und des Bürgermeisters nutzen am Ende wenig. Zur Abstimmung standen drei Varianten, keine erhielt eine Mehrheit. "Dann muss eben neu geplant werden", resümierte Walter Drebinger. sae

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