Dormitz
Bürgerentscheid

Rathauschef nur im Ehrenamt

Josef Hofbauer Vier von fünf Dormitzer Bürgern gingen am Sonntag zur Wahlurne. Die hohe Wahlbeteiligung von 81,01 Prozent war allerdings nicht so sehr der Europawahl als vielmehr dem lokalen Bürgerent...
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Josef Hofbauer Vier von fünf Dormitzer Bürgern gingen am Sonntag zur Wahlurne. Die hohe Wahlbeteiligung von 81,01 Prozent war allerdings nicht so sehr der Europawahl als vielmehr dem lokalen Bürgerentscheid geschuldet. Die Dormitzer mussten sich entscheiden, ob sie künftig weiterhin einen ehrenamtlichen Bürgermeister wollten, oder ob künftig ein hauptamtlicher Bürgermeister die Geschicke des Ortes lenken soll.

Die 1656 abstimmungsberechtigten Bürger waren also motiviert. Bei dem dreigeteilten Votum sprach sich jeweils eine deutliche Mehrheit für das von CSU Ortsvorsitzendem Christoph Schmitt initiierte Bürgerbegehren pro ehrenamtlichem Bürgermeister aus. 770 Befürwortern standen nach Auszählung aller Stimmen 419 Gegner gegenüber. Dem Ratsbegehren waren 515 Wähler gefolgt, 689 lehnten es ab.

Für den Fall eines Stimmenpatts beim Ratsbegehren und dem Bürgerbegehren mussten sich die Wähler zwischen dem Bürgerbegehren eins (pro hauptamtlichem Bürgermeister) und Bürgerbegehren zwei (für einen ehrenamtlichen Bürgermeister) entscheiden. Auch hier fiel das Votum klar zugunsten eines ehrenamtlichen Bürgermeisters aus. 741 Dormitzer lehnten einen hauptamtlichen Bürgermeister ab.

Christoph Schmitt (CSU) freute sich, dass es seinen Mitstreitern gelungen war, die Bürger zum Urnengang zu motivieren. Das eindeutige Ergebnis sorge für klare Verhältnisse und spiegle die Meinung der Bürger wider. "Es war von vorneherein unser Ziel, eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu erreichen", so Schmitt. Die Argumente der CSU seien bei den Bürgern angekommen.

Bürgermeister Holger Bezold (FW/UBD) zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis. Die Sachargumente, so Bezold, seien vielfach verhallt. "Da ist sehr viel über das Geld gesprochen worden." Das habe eine Neid-Debatte heraufbeschworen. Er findet: "Ein hauptamtlicher Bürgermeister wäre nur auf den ersten Blick teurer gewesen."

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