Untersteinach

"Rathaus ist uneingeschränkt nutzbar"

Die WGU-Fraktion des Gemeinderats Untersteinach hat beantragt, das Rathaus barrierefrei umzugestalten. Mangels eigener Zuständigkeit hat daraufhin das Untersteinacher Ratsgremium d...
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Martin Betz
Martin Betz
Die WGU-Fraktion des Gemeinderats Untersteinach hat beantragt, das Rathaus barrierefrei umzugestalten. Mangels eigener Zuständigkeit hat daraufhin das Untersteinacher Ratsgremium die Angelegenheit an die Gemeinschaftsversammlung verwiesen, die nun den Antrag behandelte.
Die Verwaltung verwies in ihrer Stellungnahme darauf, dass das Erdgeschoss des VG-Gebäudes barrierefrei erreicht werden kann und im Bedarfsfall die Sachbearbeiter, die im ersten Stock ihre Arbeit verrichten, sich ins Erdgeschoss begeben. Hier werde die zu erledigende Angelegenheit problemlos mit dem Ratsuchenden im VG-Zimmer der Bürgermeister der drei anderen Mitgliedsgemeinden bearbeitet und erledigt. "Die Angebote des Rathauses sind uneingeschränkt nutzbar", merkte Geschäftsstellenleiter Martin Betz an.
Michaela Popp fragte nach, ob nicht innen der Einbau eines Treppenlifts möglich sei. Der stellvertretende Untersteinacher Bürgermeister Hans-Peter Röhrlein entgegnete ihr, dass dies leider aus baulichen und sicherheitstechnischen Gründen nicht umgesetzt werden kann. Aufgrund des unverhältnismäßig hohen Aufwands erteilte die Gemeinschaftsversammlung deshalb einmütig keine Zustimmung, dass das Dachgeschoss des Rathauses Untersteinach barrierefrei gestaltet wird.


Wirtschaftlichere Varianten

Es gebe hier wesentlich wirtschaftlichere Varianten, beispielsweise die Inanspruchnahme der Hilfe eines Pflegedienstes mit fachkundigem Personal.
Im Rahmen des vom Freistaat Bayern aufgelegten "Kommunalen Investitionsprogrammes" (KIP) für finanzschwache Gemeinden beantragt die Gemeinschaftsversammlung die energetische Sanierung des Rathauses Untersteinach bei der Regierung von Oberfranken. Einbezogen sind dabei die Dämmung der obersten Deckenebene, die Fassadendämmung, die Erneuerung der Fenster mit Sonnenschutz, flankierende Maßnahmen an den Innenlaibungen, der Einbau einer Pelletsheizung mit Lager, Kamin und Heizkreis sowie notwendige flankierender Maßnahmen.


"Große Chance"

Es werden dafür voraussichtliche Kosten von bis zu 450 000 Euro anfallen. Das Land Bayern gewährt eine Förderung von 90 Prozent. "Das wäre eine große Chance", betonte VG-Vorsitzende und Ludwigschorgaster Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani. Zudem bestand das Einverständnis der VG-Versammlung, dass die Verwaltung im Vorfeld die beiden Architekturbüros Harald Schramm und Kestel aus Kulmbach zur Unterstützung bei der Antragstellung hinzugezogen hat.
Einstimmig wurde in der Sitzung Alfred Kolenda zum Eheschließungsstandesbeamten des Standesamtsbezirks Untersteinach bestellt. red

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