LKR Haßberge
Ehrung

Ralf Dressel erhielt das Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat Persönlichkeiten aus Unterfranken in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um das Feuerwehrwesen das Steckkreuz für besondere Verdienste verliehen. ...
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Der Regierungspräsident Eugen Ehmann (links) überreichte Kreisbrandrat Ralf Dressel das Steckkreuz für Verdienste um das Feuerwehrwesen.  Foto: Regierung/Unterfranken
Der Regierungspräsident Eugen Ehmann (links) überreichte Kreisbrandrat Ralf Dressel das Steckkreuz für Verdienste um das Feuerwehrwesen. Foto: Regierung/Unterfranken

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat Persönlichkeiten aus Unterfranken in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um das Feuerwehrwesen das Steckkreuz für besondere Verdienste verliehen. Unter ihnen befindet sich der Kreisbrandrat Ralf Dressel, ranghöchster Feuerwehrmann im Kreis Haßberge.

Zuerst in der Werksfeuerwehr

Regierungspräsident Eugen Ehmann überreichte die Steckkreuze und Urkunden am gestrigen Freitag im großen Sitzungssaal der Regierung von Unterfranken in Würzburg. Bei seiner Laudatio sagte Eugen Ehmann zu Dressel, er sei im September 1981 in die Werksfeuerwehr der Fränkischen Rohrwerke in Königsberg eingetreten. Nach Abschluss der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger und zum Gerätewart betreute Dressel über Jahre die Atemschutztechnik der Werksfeuerwehr. Es folgten die Leitung des Atemschutzes und die Ernennung zum Gruppenführer. Im Februar 1995 ist er zum Leiter der Werksfeuerwehr ernannt worden und hatte diese Funktion bis Dezember 2010 inne.

Seit der Bestellung zum Kreisbrandmeister für den Bereich Unfallverhütung und Gefahrgut 2003 gehört Ralf Dressel der Kreisbrandinspektion des Landkreises Haßberge an. Zum Januar 2011 wurde er Kreisbrandrat des Landkreises Haßberge und in der Folge örtlicher Einsatzleiter.

Wichtige Anliegen

Ehmann sagte, als Kreisbrandrat sei es ihm ein großes Anliegen gewesen, Einrichtungen zum Umweltschutz wie die Ölwehr des Landkreises auf den aktuellen Stand zu bringen und seine besondere Expertise zu Gefahrstoffen und Umweltschutz in den Dienst der Feuerwehren zu stellen. Neben der Teilnahme an einer Vielzahl von Herstellerschulungen im Bereich Atemschutz besuchte Dressel Fortbildungen zu Arbeitsschutz, Unfallverhütung sowie Gefahrstoffen. Er absolvierte Lehrgänge an den Feuerwehrschulen in Würzburg, Regensburg und Geretsried, aber auch Seminare der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Beim vorbeugenden Brandschutz sei Dressel, so Eugen Ehmann, "ein ausgewiesener Fachmann".

Dressel pflege ein gutes Miteinander mit den Behörden und Organisationen im Kreis. Er habe mit der Kreisbrandinspektion und dem Technischen Hilfswerk (THW) ein landkreisweites Konzept für die zentrale Lagerung und Befüllung von Sandsäcken einschließlich Transport und Verteilung umgesetzt.

Verantwortung

Im Jahr 2015 hat er für den Kreis Haßberge ein Schaummittelkonzept entwickelt und als weitere zentrale Einrichtung ein zentrales Schaumlager für die Feuerwehren eingerichtet. Zusätzlich stehe ein Schaumtrainer für die Ausbildung zur Verfügung, schilderte der Redner.

Die Strukturierung der Aus- und Weiterbildung auf Standort- und Kreisebene habe Dressel durch die Ernennung eines Fachkreisbrandinspektors für Ausbildung befördert, den Belangen der Feuerwehrfrauen mit Ernennung einer Kreisbrand-meisterin und Frauenbeauftragten Rechnung getragen.

In seinen 15 Jahren Dienstzeit übernahm Dressel vielfach Verantwortung. Etwa mit der Einsatzleitung 2017 bei der schweren Explosion auf einem Betriebsgelände in Eltmann. Oder 2015 als Einsatzleiter beim Brand eines Sägewerks im Burgpreppacher Gemeindeteil Gemeinfeld. Bei einer Schiffshavarie 2011 auf dem Main bei Eltmann unterstützte Dressel den Einsatzleiter. Auch beim Großbrand 2009 in Ebelsbach, als das Schloss brannte, war Dressel als Abschnittsleiter am Einsatzgeschehen beteiligt.

Einsatzbereitschaft

Ralf Dressel zeichne hohe Fachkompetenz und Einsatzbereitschaft aus, sagte der Redner. Ausgezeichnet wurde er bisher schon mit dem Ehrenzeichen für die 25-jährige aktive Dienstzeit sowie für außergewöhnliche Hilfeleistung bei der Bekämpfung der Hochwasserkatastrophe in Bayern im Jahr 2013. red

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