Heiligenstadt
Finanzwesen

Raiffeisenbank Heiligenstadt macht Weg zur Fusion frei

Nun ist es beschlossene Sache. In der Generalversammlung der Raiffeisenbank Heiligenstadt ist der Beschluss zur Fusion mit der Nachbargenossenschaft Raiffeisenbank Hollfeld-Waischenfeld-Aufseß gefasst...
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Bei der Ehrung (v. l.): Dieter Scheuring, Alexander Hattel, Konrad Diestler, Heinrich Ganß, Martin Wretschitch und Walter Reinhard Dölfel Foto: Carmen Schwind
Bei der Ehrung (v. l.): Dieter Scheuring, Alexander Hattel, Konrad Diestler, Heinrich Ganß, Martin Wretschitch und Walter Reinhard Dölfel Foto: Carmen Schwind

Nun ist es beschlossene Sache. In der Generalversammlung der Raiffeisenbank Heiligenstadt ist der Beschluss zur Fusion mit der Nachbargenossenschaft Raiffeisenbank Hollfeld-Waischenfeld-Aufseß gefasst worden.

Deren Vorstände Peter Lang und Heiko Dippold waren gekommen, um sich den Mitgliedern vorzustellen. "Das Interesse war sehr groß. Das merkte man, weil doppelt so viele Mitglieder zur Versammlung gekommen sind", sagt Vorstandsvorsitzender Reinhard Dölfel. Sein Stellvertreter Martin Wretschitsch ergänzt: "Und die Stimmung war wirklich sehr positiv."

Eine neue IBAN

Für die Kunden wird es derzeit nur eine Veränderung geben: eine neue IBAN. Die Berater bleiben vor Ort. Kritisch angemerkt wurde in der Generalversammlung, dass vier Mitarbeiter zukünftig in Hollfeld arbeiten sollen. "Das konnten wir gut erklären. Es wird aber keine Entlassungen geben, denn wir brauchen wirklich jeden Mann", erklärt Dölfel und berichtet, dass Verbandsdirektor Roland Streng die Abstimmungen durchgeführt hatte und mit 94 Prozent der abgegebenen Stimmen eine deutliche Zustimmung abgegeben worden war.

Zukünftig wird es keine General-, sondern Vertreterversammlungen geben. Gabriele Fabritius, Bernd Büttner und Karl-Heinz Potzel wurden für den Wahlausschuss zur Vertreterversammlung im Herbst gewählt. Die Aufsichtsräte Alexander Hattel, Gerhard Kraus und Dieter Friedrich wurden einstimmig für den Aufsichtsrat nominiert.

Tags darauf wurde die Abstimmung der Nachbargenossenschaft in Aufseß durchgeführt, und mit 98 Prozent wurde das Heiligenstadter Ergebnis noch übertroffen.

Die dann fusionierte Bank mit dem Namen Raiffeisenbank Fränkische Schweiz umfasst sieben Gemeinden: Heiligenstadt, Aufseß, Königsfeld, Hollfeld, Plankenfels, Wonsees und Waischenfeld mit rund 11 000 Kunden und über 4700 Mitgliedern. Die Bilanzsumme beträgt circa 270 Millionen Euro Einlagen. Kredite summieren sich insgesamt auf rund 330 Millionen Euro.

Vier Geschäftsstellen

Es werden vier Geschäftsstellen in Heiligenstadt, Königsfeld, Hollfeld und Waischenfeld unterhalten. 46 Mitarbeiter kümmern sich um die Belange der Kunden und Mitglieder.

Der Vorstand besteht dann aus Peter Lang, Heiko Dippold, Reinhard Dölfel und Martin Wretschitsch, der Aufsichtsrat aus sieben Personen inklusive der von Heiligenstadt nominierten Räte Hattel, Kraus und Friedrich.

In der Generalversammlung berichtete Reinhard Dölfel über das zufriedenstellende Jahr für die Bank: Die Einlagen sind deutlich um 7,6 Prozent auf 89 Millionen Euro gestiegen, die Bilanzsumme ebenfalls überdurchschnittlich um 6,1 Prozent auf 103,3 Millionen Euro. Das Volumen der ausgegebenen Kredite erhöhte sich dagegen nur leicht auf jetzt 30,8 Millionen Euro. Das betreute Kundenvolumen der Bank beziffert sich aktuell auf 166 Millionen Euro, das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Prozent.

Kritisch sehen Dölfel und Wretschitsch die anhaltende Niedrigzinsphase und die steigenden Kosten aufgrund der laufenden EU-Regulierungsmaßnahmen. Martin Wretschitsch berichtete über die Gewinn- und Verlustrechnung. Vom Bilanzgewinn in Höhe von 78 000 Euro wird eine Dividende in Höhe von drei Prozent ausbezahlt. Danach wurden Konrad Diestler, Horst Müssig, Herbert Distler, Georg Sebald, Heinrich Ganß, Hans Igel, Dieter Scheuring, Walter Reinhard und Siegfried Schuhmann für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

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