Heßdorf
Vertreterversammlung

Raiba Seebachgrund will selbstständig bleiben

Die Raiffeisenbank Seebachgrund hat unlängst bei ihrer Vertreterversammlung in der Mehrzweckhalle in Großenseebach einen Schlussstrich unter das Geschäftsjahr 2017 gezogen. Mit einer Dividende von 1,7...
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Die Raiffeisenbank Seebachgrund hat unlängst bei ihrer Vertreterversammlung in der Mehrzweckhalle in Großenseebach einen Schlussstrich unter das Geschäftsjahr 2017 gezogen.
Mit einer Dividende von 1,75 Prozent werden die 4396 Mitglieder am Bilanzgewinn beteiligt. Vor der Vorstellung des Zahlenwerks aus der Gewinn- und Verlustrechnung 2017 ging der Vorstandsvorsitzende Edmund Kainer auf die allgemeine und aktuelle Situation auf dem Bankenmarkt ein, heißt es in einem Pressebericht der Bank.
Die Niedrigzinsphase sei für die Kreditwirtschaft zu einer großen Herausforderung geworden. Diese kratze massiv an dem Geschäftsmodell vieler Banken; einige davon gäbe es bereits nicht mehr, merkte Edmund Kainer an. Aufgrund dieser Herausforderungen müsse die Bank zur Erhaltung einer angemessenen Ertragslage die Nutzung vorhandener Kostensenkungspotenziale weiterhin umsetzen. Die Bank werde ein festgelegtes Maßnahmenbündel sukzessive angehen.
Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen und angesichts rückläufiger Zinserträge habe die Raiffeisenbank Seebachgrund ein noch zufrieden-stellendes Ergebnis verzeichnet.
Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Eigenkapitalquote um 0,63 Prozent auf 10,62 Prozent an der Bilanzsumme gesteigert und biete somit Sicherheit und eine solide Basis für die Zukunft der Bank.
Ziel sei es, die Position als selbstständige und eigenbestimmte Bank dauerhaft zu sichern, so die Aussage der Vorstände Edmund Kainer und Horst Amon. Die Bank beschäftigte zum Jahresende 2017 63 Mitarbeiter, davon sind 29 teilzeitbeschäftigt.


Vorsichtige Kreditvergabe

Das Kreditvolumen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nur gering um 0,8 Prozent ausgeweitet. Gründe hierfür seien eine verstärkte Vermittlung an Verbundpartner im Finanzverbund sowie eine vorsichtige Kreditvergabepolitik.
Das betreute Kundenvolumen stieg um 1,95 Prozent auf 730 Millionen Euro. Die Bilanzsumme war leicht rückläufig und betrug zum 31. Dezember rund 289 Millionen Euro. Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 17,09 Prozent und konnte deutlich verbessert werden. Durch die gute Eigenkapitalausstattung waren die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen jederzeit erfüllt, berichtete Kainer.


Rückläufige Kundeneinlagen

Die Kundeneinlagen seien aufgrund der Nullzinspolitik weiterhin rückläufig gewesen. Die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäftes sei entsprechend der Nachfrage überdurchschnittlich verlaufen.
Der Jahresüberschuss hat sich im Vorjahresvergleich auf 1,226 Millionen Euro reduziert. Die vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde von der Vertreterversammlung einstimmig beschlossen. In den Aufsichtsrat einstimmig wiedergewählt wurden Rudolf Groß und Dieter Walter. red
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