Redwitz

Räte schauen sich die Brennpunkte an

Bei einer Verkehrsschau wollen die Redwitzer Kommunalpolitiker gefährliche Stellen in allen Ortsteilen unter die Lupe nehmen. Geprüft werden auch vier verschiedene Varianten für die Freibadsanierung, die das Architekturbüro Fischer erarbeitet hat.
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Für diese Stelle soll ein Fußgängerüberweg über die Staatsstraße 2208 in Mannsgereuth beantragt werden. Foto: Thomas Micheel
Für diese Stelle soll ein Fußgängerüberweg über die Staatsstraße 2208 in Mannsgereuth beantragt werden. Foto: Thomas Micheel

Breiten Raum der jüngsten Redwitzer Gemeinderatssitzung nahm die Vorstellung der Zwischenergebnisse der Machbarkeitsstudie für das Freibad in Anspruch. Bürgermeister Christian Mrosek (CSU) schickte voraus, dass in einer Machbarkeitsstudie erkundet werden soll, welche baulichen Mängel im Freibad vorhanden sind und wie diese behoben werden können. Weiterhin soll geprüft werden, welche Attraktivierung sinnvoll und wirtschaftlich ist und wie die vorhandene Badewassertechnik modifiziert werden kann. Diese Fakten sollen sowohl planerisch als auch kostenmäßig aufbereitet werden, so dass die Gemeinde bei Auflegung eines entsprechenden Zuschussprogrammes unverzüglich handeln kann.

Ein neues Erlebnisbecken

Das Architekturbüro Fischer, Kronach, stellte verschiedene Varianten vor. Bei allen ist eine Edelstahl-Beckenauskleidung vorgesehen. Variante 1 enthält ein neues Kinderbecken und die Sanierung des Schwimmbeckens bei Beibehaltung der Schwimmbahnen. Variante 2 enthält ebenso ein neues Kinderbecken sowie den Umbau des Schwimmbeckens in ein Erlebnis- und Schwimmbecken mit nur noch zwei bis drei durchgehenden Schwimmbahnen. Bei Variante 3 wird ein neues Kinderbecken vorgeschlagen sowie ein neues Erlebnisbecken mit verschiedenen Attraktionen. Bei Variante 4 wird neben einem neuen Kinderbecken ein neues Erlebnisbecken mit Attraktionen vorgeschlagen. Das Schwimmbecken bleibt bei dieser Variante unverändert.

Die Kosten belaufen sich für die Sanierung des alten Schwimmbeckens mit Edelstahl-Konstruktion auf 1,142 Millionen Euro. Für die Kombination Erlebnis- und Schwimmbecken in einem errechnen sich 1,641 Millionen Euro. Für ein neues separates Erlebnisbecken würden 1,878 Millionen Euro anfallen. Ein neues Kinderbecken allein mit 105 Quadratmeter Wasserfläche käme auf 706 700 Euro. Bei 75 Quadratmetern Wasserfläche verringern sich die Kosten auf 665 000 Euro und bei 51 Quadratmetern Wasserfläche auf 584 000 Euro.

Weiter ließen die Architekten wissen, dass die technische Anlage auf dem neuesten Stand sei. Berechnet man die Kosten für die noch zusätzlich erforderliche Technik mit ein, kommen bei einer Sanierung des Schwimmbeckens und dem Bau eines neuen Kinderbeckens 1,849 Millionen Euro zusammen. Wird das alte Becken zu einem Schwimm- und Erlebnisbecken umgebaut, ergeben sich 2,34 Millionen Euro. Auf 3,5 Millionen Euro beläuft sich die Summe bei der Sanierung des alten Beckens und dem Bau eines Erlebnis- sowie eines Kinderbeckens. Nicht vergessen dürfe man die Betriebskosten, war sich das Gremium bewusst. Bedauert wurde seitens der Architekten, dass die Förderung zur Sanierung von Freibädern zur Zeit hinter der Erwartung zurückliege und noch nicht spruchreif sei. Der Gemeinderat vereinbarte, sich zusammenzusetzen und zu überprüfen, welche Möglichkeiten für das Redwitzer Bad in Frage kommen.

Bezüglich der Abstufung B 173 alt erklärte der Bürgermeister , dass man bisher davon ausgegangen sei, dass die Freigabe der Finanzmittel in Höhe von 135,4 Millionen Euro für den Neubau der B 173 zwischen Michelau und Zettlitz von einer ausdrücklichen Erklärung der Gemeinde zur späteren Übernahme der B173 alt im Gemeindegebiet abhängig sei. Nach Auskunft der Abgeordneten Zeulner und Baumgärtner würden die Mittel aber auch ohne die Übernahmeerklärung freigegeben. Nachdem bisher keine Rückmeldung seitens des Staates erfolgte, werde wohl keine Erklärung der Gemeinde mehr notwendig sein, folgerte Mrosek.

Günstige Gelegenheit

Die "Unabhängigen Bürger Redwitz" hatten einen Antrag auf Errichtung eines sicheren Fußgängerüberwegs über die Staatsstraße 2208 in Mannsgereuth eingereicht. Zur Begründung wird angeführt, dass sich die Einwohner von Mannsgereuth, vor allem für ihre Schulkinder, einen sicheren Fußgängerüberweg über die Staatsstraße 2208 wünschen. Da nun der Ahornbaum vor dem Anwesen Lindenplatz 1 demnächst gefällt werden soll, wäre dies die Gelegenheit, dort einen Fußgängerüberweg zu installieren.

Christian Zorn begrüßte diesen Vorschlag. Gleichzeitig schlug er vor, bei einer Verkehrsschau alle Brennpunkte in der Gemeinde und den Ortsteilen anzuschauen, da sowohl in Trainau als auch in Unterlangenstadt ähnliche Probleme vorlägen. Armin Zapf forderte eine ausreichende Kennzeichnung des Überwegs für Autofahrer, damit diese ihre Geschwindigkeit reduzieren. Bürgermeister Mrosek wies darauf hin, dass die Behörde entscheiden müsse, da es sich um eine Staatsstraße handelt. Einig war sich das Gremium letztlich, die Festlegung im Rahmen einer Verkehrsschau zu treffen.

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