Kemmern

Räte meistern 200 Tagesordnungspunkte in 16 Sitzungen

Spannende Beschlüsse hatte der Gemeinderat Kemmern in seiner Jahresabschlusssitzung nicht mehr zu fällen. Dafür gab es einmal mehr einen umfangreichen Jahresrückblick. Bürgermeister Rüdiger Gerst (CSU...
Artikel drucken Artikel einbetten

Spannende Beschlüsse hatte der Gemeinderat Kemmern in seiner Jahresabschlusssitzung nicht mehr zu fällen. Dafür gab es einmal mehr einen umfangreichen Jahresrückblick. Bürgermeister Rüdiger Gerst (CSU) informierte über die wichtigsten Ereignisse und Beschlüsse aus 2019.

16 Mal traf sich der Gemeinderat in Kemmern zu Sitzungen, über 200 Tagesordnungspunkte wurden dabei abgearbeitet. Zu den wichtigsten Maßnahmen, die auf den Weg gebracht wurden, gehört das Mehrgenerationenzentrum mit neuer Kindertagesstätte - im Juli gab es dazu die detaillierten Pläne im Gemeinderat zu sehen. Mittlerweile wurde auch eine Finanzierungsvereinbarung mit der Arbeiterwohlfahrt geschlossen und der Zuwendungsantrag für ein Sonderförderprogramm in Sachen Kinderbetreuung gestellt. Auch die vorhandene Kita St. Maria soll saniert werden, hier steht die Gemeinde im intensiven Austausch mit der Kirchenstiftung.

Weitergearbeitet wurde auch beim Hochwasserschutz - der Planfeststellungsbeschluss soll in Kürze bei der Gemeinde eintreffen. Als Nächstes muss dann die Ausführungsplanung erstellt und die Baumaßnahme vorbereitet werden. Bauherr ist hier das Wasserwirtschaftsamt Kronach, die Gemeinde Kemmern ist allerdings mit 35 Prozent an der Finanzierung beteiligt. Erfreulich: Bisher rechnete die Gemeinde mit einem Kostenanteil von 50 Prozent. Diese Veränderung wird den Haushalt deutlich entlasten.

Kläranlage auf dem Weg

Ein wichtiges Projekt, dass 2019 weiter vorangetrieben wurde, ist der Anschluss an die Kläranlage in Bamberg. Für die notwendige Leitung wurden die Grundstücksverhandlungen abgeschlossen, die Trasse steht damit fest. Nun gilt es, den Bau mit der notwendigen Ausschreibung und den Vergaben vorzubereiten. Ebenso im kommenden Jahr soll die energetische Sanierung der Schulturnhalle angegangen werden, Kemmern bekommt hier eine Sonderförderung nach erfolgreicher Bewerbung im Programm Kip-S.

Fristgerecht abgeschlossen wurde der Bauabschnitt 5b der Ortskernsanierung. "Die Anlieger wurden stark mit eingebunden, denn sie sollen auch subjektiv das Gefühl haben, dass sich etwas verbessert", so Bürgermeister Gerst. Ebenso beendet sind die Sanierungsmaßnahmen an der Mainbrücke, 55 000 Euro hat Kemmern hier investiert.

Auch im Rathaus gibt es Neuigkeiten. Das bisherige Trauzimmer im Erdgeschoss wurde aufgelöst, hier befindet sich jetzt das erweiterte Bürgerbüro. Als Trauzimmer fungiert künftig der Sitzungssaal im Obergeschoss.

Zur Weiterentwicklung und Pflege des Gemeindearchivs trat Kemmern dem neuen Archivpflegeverein des Landkreises Bamberg bei. Gerst hatte auch einige Zahlen mitgebracht.

So hat Kemmern zurzeit 2643 Einwohner, 15 Geburten, zwölf Eheschließungen und 15 Sterbefälle waren im Jahr 2019 bisher zu verzeichnen. Finanziell konnte die Verschuldung leicht von 774 000 auf 752 000 Euro zurückgeführt werden, der Schuldenstand pro Einwohner beträgt somit 292 Euro.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren