Großheirath
Gemeinderat

Räte brauchen beim Wasserversorgungskataster noch Bedenkzeit

Den Aufbau eines digitalen Abwasserkatasters und eines ebensolchen Wasserversorgungskatasters sieht man als eine wichtige Aufgabe für die Gemeinde Großheirath. Diplomingenieur Stephan Endres informier...
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Den Aufbau eines digitalen Abwasserkatasters und eines ebensolchen Wasserversorgungskatasters sieht man als eine wichtige Aufgabe für die Gemeinde Großheirath. Diplomingenieur Stephan Endres informierte den Gemeinderat darüber, wie das digitale Kataster aufgebaut ist, welche Daten erfasst und wie es genutzt werden kann.

Im Bayerischen Wassergesetz liege der Aufbau eines Abwasserkatasters begründet, erklärte der Ingenieur. Der Bestand und bauliche Zustand müssen erfasst werden. Nach der Eigenüberwachungsordnung muss ein Kanalnetz-Jahresbericht gemacht werden. Hier greife das Geografische Informationssystem (GIS), welches sein Haus anbieten könne. Mittels eigener Vermessungen und auch Kamerafahrten im Kanal könne ein exakter Zustand des Netzes erfasst und in digitaler Form ausgewertet werden.

Neben dem technischen Nutzen interessierte die Räte natürlich, welche Kosten auf die Gemeinde zukommen würden. Als ganz grobe Hausnummer wurden Kosten in Höhe von rund 87 000 Euro genannt, bei einer Kanalnetzlänge von 34 Kilometer, ohne Kamerabefahrung. Die Kamerabefahrung würde circa 10 bis 15 Euro pro Meter kosten, wobei vorbereitende Maßnahmen wie Kanalreinigung dabei sind. Ein denkbarer Zuschuss hierfür läge bei einem Euro pro Meter. "Die Räte haben Zeit, sich das gründlich zu überlegen, aber das Thema soll weiter verfolgt werden", sagte Bürgermeister Udo Siegel.

Einer Änderung der Verbrauchsgebühren für die Wasserversorgung wurde bereits in der Sitzung vom Mai zugestimmt, nun wurde der entsprechende Beschluss gefasst. Damit steigt die Gebühr für Wasser von 0,85 Euro auf 1,32 Euro. Zeitgleich steigt auch die Gebühr für das Abwasser von 1,25 Euro pro Kubikmeter auf 1,75 Euro.

Nur eine Gemeinde ist friedlicher

Udo Siegel nannte einige Zahlen aus dem Polizeibericht 2018 zur Gesamtkriminalität im Landkreis und den Zahlen aus Großheirath. Demnach ist man hier mit einem Prozent an der Gesamtheit aller Delikte beteiligt, man zählte 40 Straftaten, nur eine Gemeinde sei mit 38 Fällen noch friedlicher als hier.

Nach einem Antrag von Bernd Schneider auf Schutzmaßnahmen vor Hochwasser im Bereich der Itzstraße gab es einen Vor-Ort-Termin mit den zuständigen Behörden. Betrachtet wurde eine mögliche Rückhaltung des Steingrabens im Bereich der Firma Kern. Grundsätzlich sind Rückhaltungen möglich, vorausgesetzt man legt eine Überschwemmungsgebietsberechnung mit dem entsprechenden Abflussgeschehen vor. So eine Berechnung würde 30 000 Euro kosten, könnte aber zu 75 Prozent gefördert werden. Man will die Sache im Auge behalten.

Die Dorfgemeinschaft Rossach möchte die Sanierung des Daches am "Alten Bauhof" in Angriff nehmen. Material und Werkzeug werden von einer Fachfirma zur Verfügung gestellt. Ehrenamtliche Helfer werden die Arbeiten ausführen. Die Gemeinde steht zu ihrem Wort, eine Zuwendung in Höhe von 4000 Euro beizusteuern.

Beim Ausbau der Schulstraße sollen wirksame Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung nicht zu kurz kommen. Mittlerweile gibt es eine detaillierte Planung, wie die Verkehrsinseln aussehen sollen und den Vorstellungen seitens des Gemeinderats entsprechen, welche der Regierung vorgelegt und um Zuschuss angehalten werden soll.

Für die Dorferneuerung Rossach müssen die Kosten neu vereinbart werden, da es bei der Bauausführung zu Kostensteigerungen gekommen ist. Nach derzeitigem Stand fallen Kosten in Höhe von 2 639 066 Euro an. Der Anteil der Gemeinde beträgt 1 011 830 Euro, hierin sind 117 400 Euro für die Sanierung des Regenkanals und der Wasserversorgung enthalten. Diese Kosten muss die Gemeinde vollständig tragen.

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