Volkershausen
Bürgerversammlung

Radweg nach Schweinfurt nach wie vor auf der Wunschliste

Wo die Bürger des kleinsten Ortsteils der Marktgemeinde Maßbach der Schuh drückt, erfuhren Bürgermeister Matthias Klement (CSU) und einige Mitglieder des Marktgemeinderates bei der Bürgerversammlung i...
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Wo die Bürger des kleinsten Ortsteils der Marktgemeinde Maßbach der Schuh drückt, erfuhren Bürgermeister Matthias Klement (CSU) und einige Mitglieder des Marktgemeinderates bei der Bürgerversammlung im Sportheim. Themen waren unter anderem ein Parkplatz am Friedhof, neue Bauplätze, der Defibrillator und Radwege in Richtung Schweinfurt.

Die Bürger wünschen sich einen Parkplatz am Friedhof, denn bei Beerdigungen geht es dort recht beengt zu, wenn viele Trauergäste mit dem Auto kommen. Bürgermeister Klement will das Anliegen prüfen. Er wies darauf hin, dass ein Teil der infrage kommenden Fläche einem Privatmann gehört.

"Ich will sehen, was möglich ist", sagte er zur Forderung, neues Baugelände zur Verfügung zu stellen. Mit 17 Zuzügen im vergangenen Jahr ist Volkershausen offenbar attraktiv. Die Gemeinde hat dort nur noch einen einzigen Bauplatz. Ein Radweg in Richtung Schweinfurt steht seit Jahren auf der Wunschliste vieler Bürger. Seit Jahren bekommen sie die gleiche Antwort: unmittelbar hinter dem Ort beginnt der Landkreis Schweinfurt. Der Arm der Gemeinde oder des Landkreises Bad Kissingen reiche nicht bis dorthin. Bürgermeister Klement: "Wir arbeiten dran."

Blick in den Haushalt

In der Bürgerversammlung ging es nicht nur um die Belange des Ortsteils Volkershausen. Bürgermeister Klement informierte auch über den Gemeindehaushalt und über Projekte in den drei anderen Ortsteilen. 15 Mal tagte der Gemeinderat im vergangenen Jahr und behandelte 404 Tagesordnungspunkte. Häufig ging es dabei um die Schulen (die Grundschule in Poppenlauer und die Mittelschule in Maßbach) und die Kindergärten (die Gemeinde-Kita in Poppenlauer und den evangelischen Kindergarten in Maßbach). Da auch auswärtige Schüler die Schulen der Marktgemeinde besuchen, kassiert sie eine Schulumlage von 221 000 Euro von den umliegenden Gemeinden. Im Verwaltungshaushalt stehen für das laufende Jahr 404 000 Euro für die Unterhaltung der Schulen einschließlich der Schülerbeförderung (für diese bekommt die Marktgemeinde allerdings eine Zuweisung von 75 700 Euro). Zuschüsse für die Kindergärten gibt es auch, und zwar 665 950 Euro. In den Personalkosten der Marktgemeinde von gut 1,8 Millionen Euro sind auch die Löhne der Mitarbeiterinnen der Kita Lauerland enthalten. 32 000 Euro haben die digitalen Klassenzimmer in der Grundschule in Poppenlauer gekostet.

Der Kauf der Beamer, Dokumentenkameras und anderer Geräte wurde hoch gefördert. Dieses Jahr flossen alle Mittel nach Poppenlauer, Maßbach ging leer aus. Nächstes Jahr wird es umgekehrt sein, kündigte Bürgermeister Klement an. Nicht einfach ist es offenbar, die Schulen per Glasfaseranschluss an das Internet anzubinden. Für die Mittelschule fand sich schließlich das Unternehmen PYUR, das in der Gemeinde das Breitbandnetz betreibt. Für die Grundschule gab es bei der Ausschreibung keine Angebote. Neue Fenster und die Sanierung des Blechdachs der Mittelschule kosteten rund 65 000 Euro.

Die Schülerzahlen in beiden Schulen zeigen, dass das Geld gut angelegt ist, machte Klement deutlich: Die Grundschule Poppenlauer besuchen 199 Mädchen und Buben (im Vorjahr 193). In der Mittelschule stieg die Schülerzahl von 91 auf 100. Der Bedarf an Hortplätzen für Grundschulkinder, deren Eltern arbeiten, steigt immer mehr. Deshalb will die Marktgemeinde in unmittelbarer Nähe der Grundschule einen eigenen Hort mit 100 Plätzen bauen. Träger des Kindergartens in Maßbach ist zwar die evangelische Kirche. Doch die Marktgemeinde muss einen erheblichen Teil der Mittel für die geplante Generalsanierung und Erweiterung beisteuern.

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