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Radfahrer in Kulmbach setzen große Hoffnung auf den Uni-Campus

Das Steckenpferd der Bezirkstags-Spitzenkandidatin der Grünen, Dagmar Keis-Lechner, ist der Sozialhaushalt. Es ist ihr ein Dorn im Auge, dass derzeit alles nur in einen Topf geworfen wird. "Niemand be...
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Christian Ohnemüller unterstützt Dagmar Keis-Lechner künftig im Führungsteam der Kulmbacher Grünen. Foto: Uschi Prawitz
Christian Ohnemüller unterstützt Dagmar Keis-Lechner künftig im Führungsteam der Kulmbacher Grünen. Foto: Uschi Prawitz
Das Steckenpferd der Bezirkstags-Spitzenkandidatin der Grünen, Dagmar Keis-Lechner, ist der Sozialhaushalt. Es ist ihr ein Dorn im Auge, dass derzeit alles nur in einen Topf geworfen wird. "Niemand bekommt hier derzeit weniger, weil wir Asylbewerber in Deutschland haben", sagte sie und verurteilte den Versuch der CSU, am rechten Rand "auf unerträgliche Weise abzugreifen". Die Grünen im bayerischen Landtag würden sich Sorgen um die Stabilität in Deutschland und Europa machen. "Was Seehofer will, ist nicht machbar. Wir können nicht erwarten, dass nur Länder wie Italien oder Griechenland in der Flüchtlingsfrage die Köpfe hinhalten."
Eine Thematik, die auch den Neuen bei den Kulmbacher Grünen beschäftigt, den angehenden Industriekaufmann Christian Ohnemüller. "Die Politik in Bayern läuft in eine falsche Richtung", sagte er, Dinge wie das neue PAG und der Kruzifixerlass hätten ihn dazu bewogen, politisch aktiv zu werden. Gemeinsam mit ihm und ein paar weiteren neuen, jungen Mitgliedern will Dagmar Keis-Lechner die "Jungen Grünen" in Kulmbach aufbauen und stark machen.
Aus der Lokalpolitik berichtete Claus Gumprecht, Vorsitzender der Grünen im Kreistag. Unter anderem habe es im Landkreis eine Anfrage wegen des Einsatzes von Glyphosat gegeben, die ergab, dass beispielsweise eine Gemeinde fünf Liter im Jahr ausbringt, eine andere Gemeinde kaum etwas bis gar nichts und wieder eine andere "punktuell und in geringen Mengen". Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sei auf einem guten Weg, bis 2019 werde ein neues Konzept erarbeitet, denn in einigen Bereichen gebe es eine Unterversorgung. Darüber hinaus berichtete er vom Bestreben des Landkreises, ein Fair-Trade-Landkreis zu werden.
Stadtrat Hans-Dieter Herold bezeichnete die aktuelle Stadtentwicklung als positiv. "Der neue Unicampus ist nicht nur eine einzigartige Entwicklungschance, er bietet auch eine gute Gelegenheit, für die Radfahrer in Kulmbach etwas zu tun." Außerdem würde die Wohnsituation in Kulmbach diskutiert und verbessert. Das Studentenwerk Bayreuth etwa "wolle im größeren Stil etwas machen", und innerstädtisch soll mit einem Konzept bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. "Bevor wir neue Gebiete ausweisen, versuchen wir zunächst, bestehende Gebiete zu nutzen."
Die Grünen in Kulmbach haben sich bei ihrer Mitgliederversammlung teilweise neu aufgestellt. Im Vorstand wurde Edith Knorr in ihrem Amt als Kassiererin bestätigt, ebenso wie Dagmar Keis-Lechner als Vorsitzende und Vorstandssprecherin. Ihr zur Seite steht künftig der 20-jährige Christian Ohnemüller als gleichgestellter Vorstandssprecher, und Christina Hollweg wurde zur Schriftführerin bestimmt.
"Es freut uns und es ist wichtig, dass neue und auch junge Leute zu uns stoßen", sagte Dagmar Keis-Lechner.