Rannungen
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Rabatte soll Regenwasser in den Kanal lenken

Mit einem Außentermin im Ebenhäuser Weg begann die Sitzung des Gemeinderates. Dort läuft bei Gewitter und Starkregen Wasser von der Straße auf das Gelände und in den Keller einer Firma. Deshalb stand ...
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Probleme mit Niederschlagswasser, das von der Straße in einen Keller läuft, gibt es im Ebenhäuser Weg. Bei einem Ortstermin fand der Gemeinderat eine einfache Lösung. Foto: Dieter Britz
Probleme mit Niederschlagswasser, das von der Straße in einen Keller läuft, gibt es im Ebenhäuser Weg. Bei einem Ortstermin fand der Gemeinderat eine einfache Lösung. Foto: Dieter Britz

Mit einem Außentermin im Ebenhäuser Weg begann die Sitzung des Gemeinderates. Dort läuft bei Gewitter und Starkregen Wasser von der Straße auf das Gelände und in den Keller einer Firma. Deshalb stand "Verbesserung der Wasserführung" auf der Tagesordnung. Diese soll nun dadurch erreicht werden, dass Rabatten gepflanzt werden und so das Wasser in die Kanalisation umgelenkt wird.

Die Gebühr für Schmutzwasser, die zurzeit 4,34 Euro pro Kubikmeter beträgt, ändert sich bis zum Jahr 2020 nicht, ebenso wenig die Gebühr für Niederschlagswasser in Höhe von 0,16 Euro pro Quadratmeter. Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) informierte die Gemeinderäte über die Fortschreibung der Gebührenkalkulation. Zu entscheiden gab es hier nichts, da die Gebühren bis 2020 gelten.

Im Jahr 2017 wurde eine gesplittete Abwassergebühr (Schmutz- und Niederschlagswasser getrennt) aufgrund einer Kalkulation vom Oktober 2016 festgesetzt. Mit den Berechnungen wurde die Kommunalberatung Schulte/Röder beauftragt. Im Juni 2019 bekam die Gemeinde vom Abwasserzweckverband Obere Werntalgemeinden die Abrechnung über das Einleitungsentgelt für 2018. Für dieses Jahr bekommt die Gemeinde 12 367 Euro zurück, und deshalb werden die Vorauszahlungen für das laufende Jahr auf 112 000 Euro festgesetzt. Diese wurden bereits in die Fortschreibung der Gebührenkalkulation aufgenommen, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Die versiegelte Fläche, für die die Niederschlagswassergebühr zu zahlen ist, erhöhte sich durch Neubauten und Änderungen an Grundstücken auf 177 900 Quadratmeter. Mit diesen neuen Zahlen berechnete das Büro Schulte/Röder im Juni die Gebühren neu. Dabei ergab sich für 2019/20 eine Schmutzwassergebühr von 4,39 Euro, die Gebühr für das Niederschlagswasser bleibt gleich. Die Bürger werden jedoch nicht mehr als bisher zur Kasse gebeten, da der Kalkulationszeitraum erst im kommenden Jahr endet.

Außerdem wäre der Verwaltungsaufwand für eine Neukalkulation zu hoch und ein mögliches Defizit werde dann in den Kalkulationszeitraum 2020 eingearbeitet, erläuterte Bürgermeister Zehner im Gespräch. Auf Initiative von Gemeinderat Harald Klopf (Bürgerliste) soll allerdings ein Mitarbeiter des Büros in nächster Zeit im Gemeinderat diese Berechnungen nochmals näher erklären.

Der Gemeinderat nahm auch das Ergebnis der Bündelausschreibung für den Strom-Einkauf der Gemeinde zur Kenntnis. Um preiswerten Strom einzukaufen, wird die Lieferung alle zwei Jahre in Kooperation mit dem Bayerischen Gemeindetag von der Kubus Kommunalberatung und Service GmbH (Unternehmen kommunaler Spitzenverbände) für zahlreiche Gemeinden gemeinsam durchgeführt. Normal zahlt die Gemeinde in den Jahren 2020 bis 2022 25,46 Cent (bisher 22,15 Cent), für die Straßenbeleuchtung 24,52 Cent (20,15 Cent) und für Speicherheizungen 24,34 Cent (22,14 Cent) pro Kilowattstunde. Den Löwenanteil machen dabei die zahlreichen Zuschläge und die Mehrwertsteuer aus. Bei der Speicherheizung etwa beträgt der reine Strompreis nur 4,25 Cent pro Kilowattstunde.

Stromlieferpreise stark gestiegen

Die reinen Stromlieferpreise stiegen 2018 stark an, weil Gas und Kohle sowie Kohlendioxid-Zertifikate teurer wurden, heißt es in der Vorlage für die Gemeinderäte. Aufgrund eines Beschlusses  des Gemeinderates von 2018 bezieht die Gemeinde 100 Prozent Ökostrom.

Der Musikverein Rannungen hat seine alten Uniformen aus dem Jahr 1995 durch neue ersetzt und die Gemeinde um einen Zuschuss gebeten. Die Kosten betragen etwa 35 000 Euro. Die Musiker hofften, dass die Gemeinde die Kosten für die Wappen auf den Uniformen in Höhe von insgesamt rund 560 Euro übernimmt, da "das Wappen der Gemeinde Rannungen auf der Vereinstracht den Musikverein zum Repräsentanten der Gemeinde macht und trägt zu einem positiven Image bei", so der Antrag. Gemeinderat Rudolf Berninger (CSU) erinnerte daran, dass der Musikverein sehr viel für die Gemeinde tut. Auf seine Initiative hin wurde der freiwillige Zuschuss auf 2000 Euro erhöht.

"Die Arbeiten gehen schneller voran als gedacht", sagte der Bürgermeister zur laufenden Neugestaltung des Schul- und Kirchhofs. Die Arbeiten werden um 9498 Euro teurer, denn der Gemeinderat genehmigte ein Nachtragsangebot für die Blockstufen und die Podestplatte der Treppen des Rathauses.

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