Michelau

Puppert-Schule und Hort im Fokus

Der Gemeinderat sucht nach bester Lösung für Schwürbitzer und Michelauer Kinder.
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Mit 2,2 Millionen Euro Eigenanteil rechnet Bürgermeister Helmut Fischer bei der Sanierung der Johann-Puppert-Schule.  Foto: Annette Körber
Mit 2,2 Millionen Euro Eigenanteil rechnet Bürgermeister Helmut Fischer bei der Sanierung der Johann-Puppert-Schule. Foto: Annette Körber
Eines steht jetzt fest: Der Gemeinderat will für einen Hort in Schwürbitz einen Anbau an die Turnhalle, und zwar auf der Westseite. Dies hat das Gremium ohne die Stimme von Bürgermeister Helmut Fischer am Mittwochabend beschlossen.
50 Kinder brauchen in Schwürbitz einen Hortplatz. Weil so viel Raum nicht zur Verfügung steht, muss die Gemeinde Geld in die Hand nehmen. Drei Varianten hat Fachmann Udo Freitag nun vorgelegt: Einen Anbau an der Nordseite der Turnhalle lehnt die Regierung ab. In Ordnung wären ein Neubau - den aber der Gemeinderat nicht möchte - oder ein Anbau an der Längsseite der Turnhalle. Die Kosten liegen jeweils bei 1,1 Millionen Euro. Die Räte machten es sich nicht leicht mit ihrer Entscheidung. Trotz großer Hitze im Sitzungssaal entspann sich eine engagierte Diskussion. Die SPD-Fraktion konnte sich mit keinem der Vorentwürfe so richtig anfreunden, wie Fraktionsvorsitzender Roland Braun erklärte. Und damit stand er nicht allein da. Denn er und CSU-Gemeinderat Carlo Scheidt hatten Kontakt zum Schwürbitzer Architekten Herbert Fleischmann aufgenommen, der anbot, seine Ideen bei einem Ortstermin vorzustellen. Weil ihnen gefiel, was sie hörten, stellte Braun am Mittwoch den Antrag, Fleischmann als zweiten Planer hinzuzuziehen. CSU-Fraktionsvorsitzende Judith May lehnte es ab, einen zweiten Planer zu beauftragen: "Es ist nicht so, dass wir im Geld schwimmen." Als Übergangslösung werden die Kinder, die in der bestehenden Einrichtung keinen Platz finden, im Pfarrzentrum untergebracht. Dies soll entgegen früherer Aussagen nun doch für ein ganzes Jahr möglich sein, merkte Jochen Weber (JB). Letztlich beauftragte der Gemeinderat das Architekturbüro Eis damit, der Regierung Entwürfe für einen Anbau auf der Westseite der Turnhalle vorzulegen. Dabei soll auch der Entwurf von Herbert Fleischmann Berücksichtigung finden. Allerdings soll der Bewegungsraum ausgespart bleiben, um hier die Möglichkeit für eine Erweiterung der Turnhalle um einen Mehrzweckraum offen zu halten.
Ab dem Schuljahr 2019/20 wird der Platz in der Johann-Puppert-Schule nicht mehr ausreichen. Geplant ist ein zweistöckiger Neubau mit einem unterirdischen Zugang zur Technik der Schule und mit Nutzung von Speisesaal und Turnhalle der Schule. Grob geschätzt kostet das 2,4 Millionen Euro. Bürgermeister Fischer hofft auf einen Zuschuss von 50 Prozent. Sowohl Judith May als auch Roland Braun sprachen sich für ihre Fraktionen dafür aus, großzügiger zu planen, da davon auszugehen sei, dass die 100 Plätze nicht lange reichen würden. Architekt Freitag stellte aber klar, dass die Regierung nur einen Bau für den gemeldeten Bedarf bezuschussen würde. Es gibt also kein Geld für einen Hort, der 125 Kinder aufnehmen könnte, wenn der gemeldete Bedarf nur bei 100 liegt.
Einen Schritt weiter ist die Gemeinde bei der Generalsanierung der Johann-Puppert-Schule, für die 6,6 Millionen Euro veranschlagt sind. Um Zuschüsse zu erhalten, war es notwendig, die Maßnahmen in zwei Blöcke aufzuteilen. Die Gemeinde muss aber auch dann 2,2 Millionen Euro selbst stemmen.


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