Bad Staffelstein

Pumpwerk für Vierzehnheiligen

Eine Anbindung an die Fernwasserversorgung Oberfranken wird notwendig.
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Es geht natürlich nicht nur darum, dass der Franziskusbrunnen (Bild) an der Basilika weiterhin plätschert. Das genehmigte Pumpwerk ist notwendig, um die Anbindung der Wasserversorgung Vierzehnheiligen an die FWO technisch umzusetzen. Foto: Mario Deller
Es geht natürlich nicht nur darum, dass der Franziskusbrunnen (Bild) an der Basilika weiterhin plätschert. Das genehmigte Pumpwerk ist notwendig, um die Anbindung der Wasserversorgung Vierzehnheiligen an die FWO technisch umzusetzen. Foto: Mario Deller

Sauberes, frisches Wasser ist Lebensgrundlage Nummer eins - und die Zeiten, als man lange Wege auf sich nahm, um Nachschub beim nächsten Brunnen zu holen, längst vorbei. Topografische Verhältnisse bedürfen hie und da technischer Unterstützung. In seiner jüngsten Sitzung hatte sich der Bauausschuss mit der vor diesem Hintergrund geplanten Errichtung eines Pumpwerks bei Vierzehnheiligen auseinanderzusetzen.

Wie in der Sitzung zur Sprache kam, ist eine Eigenversorgung in einem Teil von Vierzehnheiligen nicht mehr möglich, weshalb eine Anbindung an die Fernwasserversorgung Oberfranken, kurz FWO, nötig wird. Um dies zu bewerkstelligen und die Wasserversorgung auf eine weiterhin sichere Basis zu stellen, ist die Errichtung eines Pumpwerks zweckmäßig. Laut den Ausführungen wurde unterhalb von Vierzehnheiligen hierfür ein Standort in einem Waldstück auserkoren. "Somit besteht keine Sichtbeziehung zur Basilika", betonte Bauamtsleiter Michael Hess.

Es handelt sich bei dem Vorhaben, wie es weiter hieß, um einen reinen Zweckbau, ähnlich einer Fertiggarage. Zusätzlich soll das im Außenbereich angesiedelte Gebäude eine grüne Fassade erhalten, um sich in die Umgebung einzufügen. Das Gremium befürwortete das Pumpwerk schließlich einstimmig.

In unmittelbarer Nähe zur "Seniorenresidenz am Kurpark" in Bad Staffelstein entstehen derzeit noch zehn Appartements zur Intensivpflege, jeweils fünf auf zwei Geschosse verteilt. Im April des Vorjahres hatte der Bauausschuss das Vorhaben abgesegnet. Nun stand der zweite Bauabschnitt auf der Tagesordnung.

Weitere zwölf Appartements

Der eingereichte Bauantrag beinhaltet die Errichtung von weiteren zwölf Appartements auf dem dortigen Areal. Im Prinzip ist der zweite Bauabschnitt wie der erste konzipiert, erfuhr das Gremium, welches angesichts dessen auch diesmal keine Einwände sah. Laut Bauwerber wird es bei Bedarf mitunter auch noch einen dritten Bauabschnitt geben.

Ein Landwirt beabsichtigt, seinen in Horsdorf bestehenden Mastschweinestall zu verlängern, die Abmessungen des angedachten Anbaus belaufen sich auf 28,7 mal 25 Meter. Wie verlautbart wurde, gab es bereits im Vorfeld der Sitzung Gespräche mit Vertretern von Landwirtschafts- und Landratsamt. Die Behörden sehen demnach keine Probleme hinsichtlich der Erteilung der landwirtschaftlichen Privilegierung. An der südlichen Spitze des Grundstücks ist außerdem der Bau eines aus Sicht des Landwirts notwendigen Gülletiefbehälters geplant. Die Maßnahmen erhielten die Zustimmung des Gremiums, ebenso der Bauantrag für eine landwirtschaftliche Mehrzweckhalle.

Dass das Stadtgebiet bei Bauherren weiterhin gefragt ist, beweisen einige behandelte Bauanträge vom Einfamilienhaus in Unnersdorf bis zum Vierfamilienwohnhaus in Uetzing. Und die Energie muss natürlich auch irgendwo herkommen. Drei Häuser am Ortsende in Horsdorf sollen künftig zentral über eine Hackschnitzelheizung versorgt werden.

Der Bauausschuss gab seine Zustimmung für die zu diesem Zweck geplante Lagerhalle zur Unterbringung der Anlage. "Seien wir froh, dass jemand im Altbestand saniert", lobte Walter Mackert (CSU) den außerdem behandelten Bauantrags über die Sanierung und Umgestaltung des Anwesens Bamberger Straße 30 im Zentrum der Kurstadt.

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