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Bamberg

Prominente Unterstützung

Landesbischof Bedford-Strohm sprach bei der Bamberger Mahnwache Asyl.
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Landesbischof Bedford-Strohm und Pfarrerin Mirjam Elsel bei der Mahnwache Asyl am Gabelmann  Foto: Kathrin Wagner
Landesbischof Bedford-Strohm und Pfarrerin Mirjam Elsel bei der Mahnwache Asyl am Gabelmann Foto: Kathrin Wagner

Prominente Unterstützung erhielt die Bamberger Mahnwache Asyl am Montag: Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm besuchte spontan die Mahnwache am Gabelmann. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland war nach Bamberg gekommen, um einen Vortrag im Rahmen der Internationalen Theologischen Tagung zu öffentlicher Theologie zu halten. In einer Pause nutzte er die Gelegenheit, die Mahnwache zu besuchen.

Bedford-Strohm dankte den Teilnehmern für ihr großes Engagement für Geflüchtete und zeigte sich beeindruckt von der Kontinuität der Mahnwachen in Bamberg. Er rief dazu auf, auch wenn die Erfahrungen der Helfer oft frustrierend seien, mit den Politikern und Behörden weiter im Dialog zu bleiben. Deutlich sprach er sich für das Kirchenasyl aus und stellte sich hinter die Pfarrer und Gemeinden, die Menschen Schutz in ihrer Kirche gewähren. Es müsse jedoch auch allen bewusst sein, dass diese Form des zivilgesellschaftlichen Ungehorsams rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könne.

Afghane darf bleiben

Im Fall des Immenstädter Pfarrers Gampert, dessen Verfahren letzte Woche vom Amtsgericht Sonthofen unter Auflagen eingestellt wurde, wurde Bedford-Strohm in der Kemptner Zeitung mit dem Satz zitiert: "Ich bin stolz auf diesen Pfarrer." Die Landeskirche hatte dem Geistlichen in vollem Umfang Rechtsschutz gewährt. Seine Kirchengemeinde hatte einem 22-jährigen Afghanen für 14 Monate Asyl in der Kirchengemeinde gewährt. Mittlerweile hat der junge Mann vom Petitionsausschuss des Landtages eine Duldung ausgesprochen bekommen und kann seine Ausbildung fortsetzen.

Bei der Mahnwache forderte Bedford-Strohm eine grundsätzliche Bleibeperspektive für Menschen, die schon seit Jahren hier und bestens integriert sind und zudem in der Pflege und im Handwerk dringend gebraucht würden. Ausdrücklich begrüßte er die zur Seenotrettung getroffenen Vereinbarungen der EU-Innenminister. Die Evangelische Kirche in Deutschland hatte angekündigt, selbst ein Rettungsschiff ins Mittelmeer zu schicken.

Gute Wünsche

Für die 100. Mahnwache am nächsten Montag wünschte der Bischof schon mal weiterhin viel Ausdauer und Kraft im Eintreten für Menschen, die Schutz in diesem Land suchen.

Pfarrerin Mirjam Elsel vom Mahnwachenteam freute sich über die prominente Unterstützung, die an diesem Montag gleich von zwei Seiten kam. Der fränkische Liedermacher Wolfgang Buck hatte zwei seiner Songs mitgebracht. Die Begeisterung war groß, das Nachdenken auch, denn sein Song "Flüchtlingskinder" erinnerte so manch einen an die eigene Familiengeschichte mitten in Franken. red

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