Auch nach der Berichtigung der Verkehrszahlen in den Medien steht für die Bürgerinitiative "Pro Stadtsteinach" und den örtlichen Bund Naturschutz fest, dass die Prognose eines steigenden Verkehrs entlang der Ortsdurchfahrt Stadtsteinach falsch ist.
Tatsächlich, so heißt es in einer von Alwin Geyer, Jürgen Machulla und Knud Espig unterzeichneten Stellungnahme, würden die neuen Zahlen beweisen, "dass die Prognose, auf die sich die Planung für den Bau der Umgehung Stadtsteinach stützt, teils über das Doppelte zu hoch angesetzt ist".
Weiter heißt es in dem Schreiben: "Das, was Geschäftsleute entlang der Ortsdurchfahrt von Stadtsteinach schon seit längerem beobachten, hat sich nun bestätigt. Der Verkehr, und vor allem der Schwerlastverkehr, ist erkennbar rückläufig. Gegenüber der Prognose des Staatlichen Bauamtes von 2015, die eine Steigerung von 0,6 Prozent pro Jahr beim Gesamtverkehrsaufkommen und 1,5 Prozent beim Schwerlastverkehrsaufkommen voraussieht, hat sich der Gesamtverkehrsanteil um 15 bis 17 Prozent und der Schwerlastanteil um 30 bis 110 Prozent reduziert. Dass diese Zahlen und Fakten vom Stadtsteinacher Bürgermeister angezweifelt und plötzlich als nicht relevant bezeichnet werden, ist schon sehr erstaunlich.
Ungeachtet der sehr erfreulichen Zahlen für Stadtsteinach und auch der Erwartung einer weiteren Entspannung der Verkehrslage durch die in 2018 vorgesehene Einführung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen, halten wir an den Forderungen für weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen fest und werden diese auch in Zukunft unermüdlich bei den dafür zuständigen Stellen einfordern.


Für intelligente Maßnahmen

Jedem dürfte inzwischen aufgefallen sein, dass durch die Umleitung des Schwerlastverkehrs aufgrund der Baumaßnahme an der B 303 zwischen Himmelkron und Bad Berneck der Lkw-Verkehr durch Stadtsteinach stark abgenommen hat. Es ist unser klares Ziel, aufgrund der außergewöhnlich beengten Straßenverhältnisse entlang unserer Ortsdurchfahrt, intelligente Verkehrslenkungsmaßnahmen einzufordern und damit die Verkehrssituation in Stadtsteinach und Zaubach weiter zu entspannen, die Kaufkraft zu erhalten, gleichzeitig eine irreversible Zerstörung unserer Natur zu verhindern und dadurch unseren Tourismus weiter positiv zu entwickeln.
Für die Anbindung des Industriegebietes und der daraus resultierenden Entlastung der Badstraße gibt es ebenfalls Lösungsmöglichkeiten, die ohne den Bau einer Umgehung realisierbar sind. Wie Stadtsteinach beim Bau einer Umgehung aussehen würde, kann jeder zurzeit sehr deutlich in Untersteinach und Melkendorf sehen. Dort gleicht die Natur um die Ortschaften herum einer Mondlandschaft.
Um auch über die Landkreisgrenzen hinaus ein Zeichen zu setzen, unterstützen Pro Stadtsteinach und Bund Naturschutz das Volksbegehren ,Betonflut eindämmen', damit Bayern Heimat bleibt. Jeden Tag verschwinden 13 Hektar bayerische Natur unter Asphalt und Beton. Das entspricht 18 Fußballfeldern. Wir finden: Es reicht!" red