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LKR Coburg
Podiumsdiskussion

Probleme bei der Vereinbarkeit von Betreuung und Pflege im Fokus

Zum Themen-Talk zur Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf kam auf Einladung von Zweiter Bürgermeisterin Nina Liebermann, die auch Kreisvorsitzende der Frauen-Union ist, und FU-Vorsitzender Heidi...
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Beim Themen-Talk zeigte die Bezirksvorsitzende Frauen-Union, Bundestagsabgeordnete Silke Launert (r.), die Problematik der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf auf. Mit ihr diskutierten die Kreisvorsitzende der FU Coburg und Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Itzgrund, Nina Liebermann und Landrat Sebastian Straubel. Foto: privat
Beim Themen-Talk zeigte die Bezirksvorsitzende Frauen-Union, Bundestagsabgeordnete Silke Launert (r.), die Problematik der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf auf. Mit ihr diskutierten die Kreisvorsitzende der FU Coburg und Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Itzgrund, Nina Liebermann und Landrat Sebastian Straubel. Foto: privat

Zum Themen-Talk zur Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf kam auf Einladung von Zweiter Bürgermeisterin Nina Liebermann, die auch Kreisvorsitzende der Frauen-Union ist, und FU-Vorsitzender Heidi Bauer auch Bezirksvorsitzende MdB Silke Launert, um vor großem Publikum Stellung zu nehmen. Auf dem Podium diskutierten ferner mit Landtagsabgeordneter Martin Mittag und der Coburger Landrat Sebastian Straubel.

Bayern stehe sehr gut da, auch wenn noch Einiges getan werden könne, sagte Launert. Neue Bundesländer feierten sich für ihr Betreuungsangebot, doch dort gehe es eher um Quantität statt um Qualität. In Bayern sei der Betreuungsschlüssel deutlich besser, heißt es in der Pressemitteilung der FU zu dieser Veranstaltung.

Launert zählte bei der Veranstaltung auch zahlreiche Initiativen des Bundes im Bereich der Betreuung und Pflege auf: Das "Gute-Kita-Gesetz" gehöre dazu, bei dem der Bund die Länder im Bereich der Kitas unterstützt. Die Union sehe das Geld am liebsten in die Verbesserungen der Einrichtungen investiert. Die Bundesländer könnten selbst entscheiden und favorisierten häufig die Gebührenfreiheit. Nach Auffassung Launerts sollten aber trotzdem mehr Mittel in die Verbesserung der Qualität fließen - eine Forderung auch von Eltern und Verbänden.

Betreuung und Pflege von älteren Menschen werde ein großes Thema werden, so Launert. Zum Glück würden viele Betroffene noch Zuhause gepflegt, der Staat könnte das sonst nicht stemmen.

Noch zu wenig bekannt ist nach den Worten der Abgeordneten ein Gesetzespaket, das der Bund in der letzten Legislaturperiode beschloss: So könne man sich bei einem akutem Pflegenotfall zehn Tage von der Arbeit freistellen lassen.

Vor Problemen sähen sich die Betroffenen jedoch nach diesen zehn Tagen: Zwar sei auch danach eine Freistellung möglich, doch könnten sich das viele nicht leisten. Als gute Möglichkeit, Pflege und Berufstätigkeit zu vereinbaren, erachtet die Bundestagsabgeordnete die Möglichkeit des Home-Office.

Wie der Landtagsabgeordneter Martin Mittag ausführte, habe der Freistaat "ganz aktuell beschlossen, dass 1,5 Millionen Euro für die Pflegeausbildung an den Hochschulen investiert werden". Die Hochschule Coburg profitiere davon mit einer halben Million Euro. Habe die Hochschule erst kürzlich die Zusage für die akademische Hebammenausbildung erhalten, so sei das jetzt ein weiterer wichtiger und richtiger Schritt für die Stärkung der Hochschulregion und die Ausbildung vor Ort.

Mit Blick auf den Pflegenotstand verwies Landrat Sebastian Straubel darauf, dass der Landkreis Coburg bereits Pflegekräfte aus dem Kosovo anwerbe, um die Situation zu verbessern. Er stellte jedoch heraus, das das nicht zu Lasten heimischer Pflegekräfte gehe, sondern dort als Ergänzung gedacht sei, wo Pflegepersonal fehle. Allerdings könnten die ausländischen Pflegekräfte erst dann vor Ort tätig werden, wenn sie die deutsche Sprache beherrschten.

Landrat Straubel erinnerte des Weiteren an die Möglichkeiten, die die Regiomed Medical School biete. red

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