Haßfurt
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Privatleute und Geschäfte können die Haßfurter Innenstadt aufwerten

Ulrike Langer Die gesamte Innenstadt von Haßfurt befindet sich seit letztem Jahr im Städtebauförderungsprogramm "Aktive Stadtteils- und Ortszentren". Dies bedeutet, dass neben der Umsetzung baulicher ...
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Die Stadt Haßfurt hat einen Projektfonds aufgelegt, der es auch Privat- und Geschäftsleuten ermöglichen soll, Ideen zur Aufwertung der Innenstadt zusammen mit der Stadt zu entwickeln und umzusetzen. Für jeden privaten Euro gibt es einen Euro an Förderung aus öffentlicher Hand.
Die Stadt Haßfurt hat einen Projektfonds aufgelegt, der es auch Privat- und Geschäftsleuten ermöglichen soll, Ideen zur Aufwertung der Innenstadt zusammen mit der Stadt zu entwickeln und umzusetzen. Für jeden privaten Euro gibt es einen Euro an Förderung aus öffentlicher Hand.
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Ulrike Langer Die gesamte Innenstadt von Haßfurt befindet sich seit letztem Jahr im Städtebauförderungsprogramm "Aktive Stadtteils- und Ortszentren". Dies bedeutet, dass neben der Umsetzung baulicher Maßnahmen durch die Stadt auch die aktive Beteiligung von Privatleuten gewünscht ist. Daher beschloss der Finanz- und Hauptausschuss des Stadtrates in seiner Sitzung am Mittwochabend im Rathaus die Auflage eines Projektfonds in Höhe von 40 000 Euro für dieses Jahr.

Wie Robert Barth von der Stadtplanung ausführte, soll der Projektfonds Privatleute anregen, eigene Ideen zur Aufwertung der Innenstadt zusammen mit der Stadt zu entwickeln und umzusetzen. Als Maßstab gilt das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept. Der Fonds soll für kleine Projekte von jeweils maximal 10 000 Euro verwendet werden. Jeder Euro, der von privater Seite oder auch von Geschäftsleuten investiert wird, wird durch einen Euro aus öffentlicher Hand ergänzt. Dabei zahlt die Stadt Haßfurt 40 Cent, während die Städtebauförderung 60 Cent übernimmt. Daher muss die Stadt lediglich 8000 Euro der Gesamtsumme von 40 000 Euro finanzieren.

Als Beispiel für ein solches Projekt nannte Robert Barth die Errichtung eines Hinweissystems für öffentliche Einrichtungen und Gewerbebetriebe/Geschäfte. Der Ausschuss stimmte dem Projektfonds zu und beschloss eine entsprechende Richtlinie zur Vergabe von Finanzmitteln aus dem Städtebauförderprogramm.

Was die Betreuung von Kindern in der Stadt Haßfurt betrifft, steht die Stadt laut Bürgermeister Günther Werner (WG) "sehr gut" da. Schließlich lasse sich die Stadt dies auch einiges kosten, sagte er. Auch Stadtrat Michael Weber zollte der Stadt "ein dickes Lob", weil die Betreuungssituation "absolut vorbildlich" sei.

Stephan Schneider, der Leiter der Hauptverwaltung, berichtete, dass derzeit 122 Plätze in Kinderkrippen, 460 Kindergartenplätze und 18 Tagespflegeplätze vorhanden seien und auch der Betreuungsbedarf der Kinder über sechs Jahren zu 70 Prozent gedeckt sei.

Anbau für zwei Gruppenräume

Neubauten seien, so Schneider, schwierig umzusetzen, da die Stadt keine Grundstücke mehr besitze. Dennoch werde die Kindertagesstätte "Zwergenhaus" um einen Gruppenraum erweitert. Geplant sei ein zweigeschossiger Anbau für zwei Gruppenräume, der bis September 2020 fertiggestellt werden solle. Einer der vorhandenen Gruppenräume werde dann in Funktionsräume umgebaut, beschrieb er.

Nachzudenken sei auch über einen Neubau anstelle des städtischen Kindergartens im Anstaltsgässchen, der eigentlich nicht mehr sanierungsfähig sei. Weiterhin befinde sich der Ausbau der Mittagsbetreuung am Grundschulstandort Nassachtal in der Planung. Mit einer Fertigstellung werde im Frühjahr 2021 gerechnet. Der Ausschuss erkannte die Bedarfsplanung an.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde muss aufgrund erhöhter Sicherheitsanforderungen das Außengelände ihrer Kindertagesstätte "Am Rödersgraben 4" sanieren und neue Spielgeräte anschaffen. Der Ausschuss genehmigte dazu einen freiwilligen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent zu den Gesamtkosten in Höhe von 129 000 Euro.

Der Verein "Lebens(t)raum" Haßfurt kann nun das Gebäude in der Theodor-Morung-Straße vom SPD-Ortsverein Haßfurt für 27 300 Euro erwerben. Zu dem Kauf gewährte der Ausschuss eine Förderung in Höhe von zehn Prozent. Zusätzlich erhält der Verein noch einen Betrag in Höhe von 817 Euro, der ihm bereits zum Umbau der Räume im Jahr 2013 genehmigt, aber noch nicht ausbezahlt wurde. Der Verein muss sich verpflichten, das Gebäude mindestens 25 Jahre für den gemeinnützigen Zweck zu nutzen.

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