Pressig
Kirchweihfest

Pressiger bauten ihre Kirche ohne Genehmigung

Die Gemeinde Pressig feiert bald wieder die Kirchweih ihrer Herz-Jesu-Kirche. Der Bau gestaltete sich jedoch alles andere als einfach und war nur durch die Hartnäckigkeit der Mitglieder des im Dezembe...
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Die Herz-Jesu-Kirche wurde 1957 eingeweiht .  Foto: K- H. Hofmann
Die Herz-Jesu-Kirche wurde 1957 eingeweiht . Foto: K- H. Hofmann

Die Gemeinde Pressig feiert bald wieder die Kirchweih ihrer Herz-Jesu-Kirche. Der Bau gestaltete sich jedoch alles andere als einfach und war nur durch die Hartnäckigkeit der Mitglieder des im Dezember 1904 gegründeten katholischen Kirchenbauvereins und die fleißigen Helfer der Gemeinde möglich.

Rasch folgten damals auch die ersten Schenkungen, wie ein Bauplatz für die Kirche. Der Privatier Adam Barnickel aus Pressig schenkte dem Verein als Grundstock 100 Mark für einen Pfandbrief.

Einen Rückschlag musste der junge Verein im Jahr 1905 hinnehmen, als der Vorsitzende und größte Befürworter des Kirchenbaus, Kaplan Madlener nach Nürnberg versetzt wurde. Im März 1907 konstituierte sich der Verein neu und wählte Landwirt Anton Barnickel aus Welitsch zum Vorsitzenden.

Eine zündende Idee eines Mitglieds erwies sich zum Renner der folgenden Jahre: ein "Opferkirchlein". Vier von ihnen wurden angeschafft und in Wirtshäusern aufgestellt. Alles gesammelte Geld wurde in verzinslichen Wertpapieren angelegt.

1912 bekam das Erzbistum Bamberg mit Jakobus von Hauck einen neuen Erzbischof. Schon im zweiten Jahr ernannte er die sehnlichst erwartete Kuratie in Pressig und unterstützte den Bau der neuen Herz- Jesu- Kirche. Nach weiterem Hin und Her fingen die Pressiger unbeeindruckt an, ihr Gotteshaus zu bauen und zwar ohne behördliche Genehmigung.

Am 5. Juni 1913 schrieb die Behörde und verfügte über eine Baueinstellung. Die Baugenehmigung erfolgte dann aber doch am 8. August 1913, zwei Tage vor der feierlichen Grundsteinlegung. Am 26. Oktober 1913 fand die feierliche Einweihung statt. Die Verantwortlichen bezeichneten den barockartig gehaltenen Kirchenbau als "Notkirche". Bald sollte eine größere Kirche folgen.

Bedingt durch die beiden Weltkriege dauerte es 44 Jahre, bis am 8. September 1957 die neue Herz-Jesu-Kirche eingeweiht werden konnte.

Den Weihetag gedenkt die Herz-Jesu-Pfarrei Pressig mit dem Kirchweihfest von Donnerstag, 29. August, bis 2. September. Neben kulinarischen Köstlichkeiten, wie dem Krenfleischessen am Donnerstag ab 18.30 Uhr im Schützenhaus und am Freitag ab 18.30 Uhr mit Schlachtschüsselessen im Sportheim (es wird jeweils um Voranmeldung gebeten), gibt es am Sonntag und Montag ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm.

Im Mittelpunkt wird der Festgottesdienst am Sonntag um 9 Uhr stehen, der vom Kirchenchor umrahmt wird und dem eine Kirchenparade um 8.45 Uhr ab dem Feuerwehrhaus vorangeht. Nach dem Gottesdienst spielt der Musikverein Pressig zum Frühschoppen auf. Es werden zudem Weißwürste und Grillspezialitäten aber auch Kaffee und Kuchen angeboten. Ab 14 Uhr ist wieder Festbetrieb. Von 15 Uhr bis 17 Uhr findet ein Familiennachmittag mit Kinderprogramm statt. Ab 15.30 Uhr spielt Georg Horn zur Unterhaltung im Festzelt auf.

Der Montag beginnt um 14 Uhr mit der traditionellen Kartrunde im Festzelt. Von 14 Uhr bis 16 Uhr ist das Spielmobil für die kleinen Festbesucher da. Ab 14.30 Uhr Seniorentreff.

Der Erlös des Kichweihfestes wird für die Generalsanierung der Orgel der Herz-Jesu-Kirche verwendet. eh

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