Der Markt Pressig freut sich über drei neue Feldgeschworene. Im Rathaus Pressig konnte Bürgermeister Hans Pietz am Donnerstag Andreas Dauer (Pressig), Bernd Krautwurst (Welitsch) und Werner Schülein (Förtschendorf) vereidigen.

Glückwünsche und Anerkennung für die Bereitschaft, das Ehrenamt zu übernehmen, sprachen der Kreisvorsitzende der Feldgeschworenenvereinigung Baptist Vetter und sein Stellvertreter Georg Pabstmann aus. Vetter informierte, dass das Amt der Feldgeschworenen eines der ältesten noch erhaltenen Ehrenämter der kommunalen Selbstverwaltung in Bayern ist. Das Feldgeschworenenwesen entstand im 13. Jahrhundert in Franken.

Es gab noch keine Vermessungsämter und deswegen ernannte man in jeder Gemarkung sieben ehrbare und geachtete Männer, die dieses Ehrenamt innehatten. Deshalb spricht man heute auch im Volksmund vom "Siebener", wenn man Feldgeschworene meint.

Feldgeschworene müssen einen guten Leumund haben und Grenzen sowie Eigentum achten. Schon immer wird ein Eid abgelegt, der auf Lebenszeit an die gewissenhafte Erfüllung der Pflichten bindet und die Bewahrung des Siebenergeheimnisses vorschreibt.

Als Hüter der Grenzen und Abmarkungen im Gemeindegebiet arbeiten Feldgeschworene eng mit den Vermessungsämtern in Kulmbach und Kronach zusammen. Den drei neuen Feldgeschworenen wurde viel Glück und Erfolg bei ihrer sehr verantwortungsvollen Tätigkeit gewünscht und eine reflektierende Warnweste mit Aufdruck "Feldgeschworener" für die Arbeitseinsätze überreicht. eh