Poxdorf
Bürgerversammlung

Poxdorfs Bürgermeister zieht Jahresbilanz

Der Poxdorfer Bürgermeister Paul Steins (CSU) hatte zur Bürgerversammlung ins Sportheim geladen. Etwa 70 interessierte Bürger kamen, um sich den Rechenschaf...
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Der Poxdorfer Bürgermeister Paul Steins (CSU) hatte zur Bürgerversammlung ins Sportheim geladen. Etwa 70 interessierte Bürger kamen, um sich den Rechenschaftsbericht ihres Bürgermeisters anzuhören.
In seiner Präsentation ging Steins auf die wichtigen Themen und Sachgebiete ein, die er im zu Ende gehenden Jahr in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der Verwaltung bearbeitet hatte. "Dabei will ich nicht nur über die geglückten Projekte sprechen, sondern auch deutlich machen, wo es Probleme gegeben hat , sagte er.


Spannungen in der Kita

In seinem zahlengestützten und durch viele Fotos aufgelockerten Überblick erläuterte er beispielsweise, dass die Finanzlage der Gemeinde recht gut sei - auch wenn noch ein Kredit aus dem Jahre 2011 abzuzahlen sei und die Gewerbesteuereinnahmen eher dürftig ausgefallen sei.
Auch dass es in der voll ausgebuchten Kindertagesstätte seit Anfang des Jahres Spannungen unter den Mitarbeiterinnen und in Elterngruppen gegeben hat, verschwieg Steins nicht. Diese konnten seinen Angaben zufolge aber dank vieler Elterngespräche, der Einschaltung der Fachaufsicht des Landkreises, der Neueinstellung zweier Fachkräfte sowie der Wahl eines neuen Elternbeirates schließlich behoben werden.
Der Feuerwehrkommandant Wouter Holland berichtete über Lehrgänge, an denen seine Truppe teilgenommen und Einsätze, die sie geleistet hatte; außerdem erinnerte er an die ab dem 1. Januar 2018 greifende Rauchmelderpflicht, zu der die Feuerwehe noch eine Info-Veranstaltung anbieten werde.


Demografischer Wandel

Der Jugendbeauftragte Christian Haller kündigte an, er werde demnächst im Gemeinderat den Antrag für einen Workshop "Demografie-Simulation 2050" stellen.
Bei diesem Planspiel gehe es um die Auswirkungen des demografischen Wandels, insbesondere im ländlichen Raum. Welchen Herausforderungen werden sich die Gemeinden stellen müssen, wenn die Zahl der Senioren weiter steigt und die Zahl der jungen Leute stetig abnimmt? Bei der Simulation sollen gemeindebezogen konkrete Lösungsmöglichkeiten für Probleme wie den Wohnungs- und Fachkräftemarkt, das Vereinsleben, die Mobilität und die Attraktivität ländlicher Orte für Familien mit Kindern erarbeitet werden. Das Planspiel mit Moderation kostet 1400 Euro.
Ein schwieriges Thema ist nach Ansicht des Bürgermeisters die dringend notwendige Sanierung der Waldstraße. Hier steht nicht nur die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen bei den Besitzern der beitragspflichtigen Grundstücke an, sondern es muss auch die Frage geklärt werden, ob die Waldstraße eine reine Anlieger- oder eine Haupterschließungsstraße ist.


Einvernehmliche Lösung

Ferner muss eine einvernehmliche Lösung in Bezug auf die zu klärenden Eigentumsverhältnisse gefunden werden, denn viele Vorgärten liegen auf Gemeindegrund. Der Bürgermeister kündigte an, dass er zu dem sicher für viele Bürger ärgerlichen Thema eine Bürgerversammlung einberufen werde.
Im Hinblick auf das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) rief Paul Steins in Erinnerung, dass dieses lediglich als Leitfaden für die städtebauliche Entwicklung der Gemeinde in den nächsten zehn bis 15 Jahren diene.
Es sei keineswegs festgeschrieben und unveränderlich, sondern erweiterbar und entwicklungsoffen. Vor allem aber sei es die Voraussetzung dafür, dass die Gemeinde Fördermittel aus dem Städtebauförderungs-Fonds erhalten könne.
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