Buttenheim
Ausstellung

"Positiver Querdenker" Herman Reichold zu Gast im Levi-Strauss-Museum

Der 1959 in Paderborn geborene Künstler Herman Reichold ist in Buttenheim kein Unbekannter. Bereits im Jahr 2013 waren Arbeiten von ihm im Levi-Strauss-Museum zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung kam e...
Artikel drucken Artikel einbetten
Viele Besucher kamen zur Vernissage ins Levi-Strauss-Museum. Foto: Andrea Spörlein
Viele Besucher kamen zur Vernissage ins Levi-Strauss-Museum. Foto: Andrea Spörlein

Der 1959 in Paderborn geborene Künstler Herman Reichold ist in Buttenheim kein Unbekannter. Bereits im Jahr 2013 waren Arbeiten von ihm im Levi-Strauss-Museum zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung kam er zusammen mit seiner Galeristin Brigitte Zettl und war voll des Lobes für die fränkische Lebensart und die örtliche Gastronomie.

Bei der Vernissage sprach Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) davon, dass überregionale Kunst auch auf dem Land gut aufgehoben sei. Er zeigte sich sehr angetan vom Künstler und seiner "Lebenfreude" und beeindruckt von seinem "positives Querdenken". Für soviel Lob gab's vom Künstler eine herzliche Umarmung und die Aufforderung, Selfies vor der eigens mitgebrachten "Kusshaltestelle" vor dem Museum zu machen und "diese in die Welt hinaus zu schicken".

Es sind neue Grafiken, limitierte Auflagen und Unikate, aber auch ältere Werke im Levi-Strauss-Museum zu bewundern. Der Halbitaliener und gelernte Siebdrucker arbeitet seit 1991 als freischaffender Künstler und hat sich mittlerweile als Pop-Maler und Cartoonist einen Namen gemacht. Bis heute hat Reichold bei über 200 Ausstellungen im In- und Ausland und mit mehr als 150 Editionen, die in vielen Galerien vertreten sind, seine Kreativität und seinen Einfallsreichtum unter Beweis gestellt.

Trikots für Schlotfeger

Herman Reichold ist recht vielfältig aufgestellt und so entwirft er unter anderem jedes Jahr auch die Trikots der Schlotfeger für ihre "Glückstour". Das ist für ihn ein ganz wichtiges Anliegen, das er gerne unterstützt.

Seine Bilder nehmen oft die alltäglichen Dinge aufs Korn, sind häufig humorig-hintersinnig und manchmal bissig-satirisch. Er zeichnet in der Regel Tiere, die stellvertretend für die Menschen stehen. Mittlerweile hat "Herman" eine Leidenschaft für große Papierflächen entwickelt und will möglichst wenig Müll für seine Kunstwerke produzieren.

Der Künstler, selbst völlig unprätentiös und unaufgeregt, hat sich bei der Eröffnungsveranstaltung viel Zeit genommen, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. Er hat jedes erstandene Werk signiert und auf die Rückseite fast immer ein zweites Kunstwerk gezeichnet. Ein passender Spruch kam oft auch noch dazu. Für Herman Reichold ist Kunst etwas Alltägliches und Unverkrampftes und bedarf eigentlich keiner Erklärung.

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. März zu bestaunen. Über die üblichen Museums-Öffnungszeiten hinaus können weitere Besichtigungstermine vereinbart werden.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren