Veitlahm
Konzert

Posaunenchor Veitlahm setzte musikalische Glanzlichter

Der Posaunenchor Veitlahm hat seine ursprüngliche Bedeutung längst abgelegt und sich inzwischen zu einem gemischten Blechbläserensemble entwickelt, das sich von einem modernen, sinfonischen Blasorches...
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein eindrucksvolles Konzert bot der Posaunenchor Veitlahm unter der Leitung von Peter Weiß.  Foto: Werner Reißaus
Ein eindrucksvolles Konzert bot der Posaunenchor Veitlahm unter der Leitung von Peter Weiß. Foto: Werner Reißaus

Der Posaunenchor Veitlahm hat seine ursprüngliche Bedeutung längst abgelegt und sich inzwischen zu einem gemischten Blechbläserensemble entwickelt, das sich von einem modernen, sinfonischen Blasorchester nur noch durch wenige Nuancen unterscheidet. Genau das hat der Musikpädagoge Peter Weiß am Samstagabend in der ehrwürdigen St.- Veit-Kirche mit seinem Ensemble eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die 19 Musiker und sechs Musikerinnen präsentierten den Besuchern ein sehr abwechslungsreiches Frühjahrskonzert.

Tolle Moderation

Erwähnenswert auch die Moderation des Konzertes. Diese Aufgabe löste Diane Löffler in ihrer charmanten Art bravourös. Eröffnet wurde das Konzert mit dem "Triumphmarsch" aus der Oper "Aida" von Guiseppe Verdi. Mit dem Kirchenlied "Mein schönste Zier", das aus dem Jahr 1573 stammt und in die Osterzeit passt, wurde das Programm fortgesetzt. Bekannter ist das Lied unter dem geläufigeren Namen "Mein schönste Zier und Kleinod". Diana Löffler: "Ein Kleinod beschreibt ein Schmuckstück von besonderer Bedeutung und das ist dieses bekannte Kirchenlied auch für den Posaunenchor. Früher wurde dieses Lied immer zum Abschluss jeder Probe gespielt, dabei wurde der letzte Vers immer gesungen."

Mit dem "Tiger Rag" begeisterten die Musikerinnen und Musiker mit einem Jazz-Stück, das sich rasch zum Standard entwickelt hat und insbesondere im Dixieland Jazz bis heute häufig gespielt wird. Spätestens hier demonstrierte der Posaunenchor eindrucksvoll, wie vielseitig und facettenreich die Veitlahmer Bläserinnen und Bläser sind. Kein Wunder, dass der Posaunenchor längst nicht nur kirchliche Anlässe gestaltet, sondern auch bei der alljährlichen Patersbergkirchweih oder auch bei anderen weltlichen Ereignissen gekonnt aufspielt.

Mit "Gabriellas Song" von Stefan Nilson und den exzellenten Solisten Matthias Nitsch, Benjamin Schuberth und Patrick Lanzendörfer begab sich der Posaunenchor nach Schweden. Der Song stammt aus dem preisgekrönten Film "Wie im Himmel", das neunstimmige Arrangement ist ungewöhnlich für Posaunenchöre.

Mit dem Stück "Rise and Shine" glänzte Martin Schmidt als Solist an der Tuba. Dieses Instrument ist eine Leihgabe der Familie Müller aus Wernstein: Heinz Müller spielte im Posaunenchor über 60 Jahre auf dieser Tuba.

Moderatorin Diana Löffler machte dann auch ein wenig Werbung für den Chor: "Falls jemand von Ihnen Lust hat dieses große Instrument zu erlernen, dann melden Sie sich bei uns."

Auch ein Marsch war zu hören

Das Stück "Invention in d-Moll" von Carl Glenk wurde aus einem musikalischen Einfall heraus entwickelt - ein Stück mit sanften, emotionalen, leichten sowie schnellen, temperamentvollen wie schweren Klängen. Danach lud der Posaunenchor zu einer großen Reise über den "Teich" nach Amerika zu den träumerischen Klängen von "New York, New York" von John Kander ein. In einem Konzert darf natürlich auch ein knackiger Marsch nicht fehlen. Den ließen die Veitlahmer mit "In die weite Welt" folgen. Mit dem wohl bekanntesten und beliebtesten Kirchenlied "Nun danket alle Gott" wurde ein schöner Schlusspunkt gesetzt.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren