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Poppenwind

Poppenwinder fahren nach Poppenwind

Kurz nach der Wende haben die Thüringer Poppenwinder die Einwohner des gleichnamigen Ortsteils von Gremsdorf überrascht. Es waren mehr als 15 Trabis damals ...
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Die mitgebrachte Linde wurde gleich eingepflanzt. Foto: privat
Die mitgebrachte Linde wurde gleich eingepflanzt. Foto: privat
Kurz nach der Wende haben die Thüringer Poppenwinder die Einwohner des gleichnamigen Ortsteils von Gremsdorf überrascht. Es waren mehr als 15 Trabis damals in Poppenwind zu Besuch, und die fränkischen Poppenwinder wussten bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, dass es auch in Thüringen ein Poppenwind gibt.
Von da an gab es immer wieder lose Kontakte, richtig in Fahrt kam aber die Freundschaft, als vor zwei Jahren die Thüringer Poppenwinder den Kontakt wieder aufnahmen. Zur Poppenwinder Kerwa waren sie damals zu Besuch mit einem ganzen Bus, organisiert wurde dieser Besuch durch den Vereinsvorsitzenden Henry Carl. Seitdem wurden die Beziehungen intensiver gepflegt.
Im Frühjahr wurden dann die Gemeinde Gremsdorf und die Dorfgemeinschaft Poppenwind offiziell zu den Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen von Poppenwind/Auengrund eingeladen. So machten sich dann die Franken im August mit einem Bus auf den Weg nach Poppenwind, um mit den Thüringern zu feiern.


Mit dem Bus nach Thüringen

Mit im Bus waren auch Zweiter Bürgermeister Markus Franke und Altbürgermeister Waldemar Kleetz. Die fränkischen Poppenwinder überbrachten eine Linde, die sie dann auch gleich einpflanzten, ein Fass Karpfenweiße und eine Tasche mit dem Bild der Poppenwinder Kapelle. Markus Franke und Georg Dellermann (Vorsitzender Dorfgemeinschaft Poppenwind) überbrachten Grußworte und die Geschenke. Bürgermeisterin Hermine Stubenrauch bedankte sich recht herzlich und versprach, die Freundschaft weiter zu vertiefen.
Das Aischgründer Poppenwind wurde 1303 in einem Lehenbuch des Bistums Würzburg das erste Mal erwähnt. Poppenwind gehört zu den zahlreichen Ortsnamen, in deren zweitem Teil die alte Bezeichnung der Slawen als Wenden enthalten ist. Es handelte sich bei diesen Slawen zumeist um Leibeigene, die im Auftrag eines Dienstherrn angesiedelt wurden und daher der entsprechende Ort einen Namen erhielt, in dem Wenden=Slawen enthalten ist. Der Ortsname kann somit etwa als "Wendensiedlung eines Poppo", die Siedlung abhängiger Wenden auf dem Besitz eines Poppo oder eine Ansiedlung von Wenden unter der Führung desselben verstanden werden.
Otmar Walter

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