Pommersfelden

Pommersfelden kann wachsen

Der Bebauungsplan "Kühtrieb II" ist beschlossene Sache. Alle Bedenken sind ausgeräumt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Von der Schreinerei Löhr im Süden bis zur Straße Richtung Aisch (im Vordergrund) wird sich das neue Baugebiet "Kühtrieb II" in Pommersfelden erstrecken. Das Neubaugebiet schließt sich an "Kühtrieb I" an, dessen Bebauung im Bild zu sehen ist.  Foto: Evi Seeger (Archiv)
Von der Schreinerei Löhr im Süden bis zur Straße Richtung Aisch (im Vordergrund) wird sich das neue Baugebiet "Kühtrieb II" in Pommersfelden erstrecken. Das Neubaugebiet schließt sich an "Kühtrieb I" an, dessen Bebauung im Bild zu sehen ist. Foto: Evi Seeger (Archiv)

Der Bebauungsplan "Kühtrieb II" Pommersfelden ist durch. Nach Abwägung der während der öffentlichen Auslegung eingegangenen Stellungnahmen wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung das Bauleitverfahren mit dem Satzungsbeschluss beendet. Der zweite Abschnitt des Wohnquartiers schließt im Westen unmittelbar an die bestehende Bebauung von "Kühtrieb I" an. Auf etwa vier Hektar Fläche werden mit dem Bebauungsplan 36 neue Baugrundstücke ausgewiesen.

Zuvor galt es, die im Rahmen der öffentlichen Anhörung eingegangenen Stellungnahmen zu würdigen. Von privater Seite waren es insbesondere die vom Inhaber der benachbarten Schreinerei Löhr vorgebrachten Bedenken. Löhr bezweifelt, dass ein ausreichender Lärmschutz zwischen seinem Betrieb und der Wohnbebauung vorgesehen ist. Über seinen Rechtsanwalt forderte er, dass die an den Betrieb angrenzenden Baugrundstücke von einer Bebauung im geplanten Umfang frei gehalten werden.

Lärmschutzwand ist vorgesehen

Die Gemeinde hielt jedoch an der vorliegenden Planung fest. Durch die Festsetzungen, unter anderem eine Lärmschutzwand, sei das "Konfliktpotenzial" zwischen Wohnbebauung und Schreinerei ausgeräumt, hieß es im Beschluss. Die Immissionsschutzbehörde habe der Lärmschutzberechnung wie auch den Festsetzungen zugestimmt.

Unter den Stellungnahmen des Landratsamtes fällt vor allem die der Abteilung Wasserrecht auf. Ausführungen machte das Sachgebiet insbesondere zur Grundwassersituation und zur Entsorgung des Niederschlagswassers. Unter dem Aspekt wassergefährdender Stoffe wird auch auf ein bestehendes Fahrsilo hingewiesen. Dem Beschluss der Gemeinde ist zu entnehmen, dass das Silo im Zuge der Baugebietserschließung aufgelassen wird. Wenn nötig, will die Gemeinde für "Kühtrieb II" ein Wasserrechtsverfahren einleiten. Außerdem soll ein bestehender Weiher zum Regenrückhaltebecken ertüchtigt werden.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wies auf einen sparsamen Umgang mit landwirtschaftlichem Grund hin. Die Gemeinde sei sich dessen bewusst, wurde bei der Abwägung festgestellt. Es sei bislang jedoch nicht möglich, den Bedarf an Wohnbauflächen durch Aktivieren von Baulücken oder Gebäudeleerständen zu decken. Die Eigentümer seien nicht zum Verkauf bereit. Die Gemeinde sei daher gezwungen, neue Flächen zu überplanen.

Bauern arbeiten auch abends

Weiter weist das Landwirtschaftsamt darauf hin, dass die landwirtschaftlichen Flächen im Umgriff des künftigen Baugebiets auch weiterhin bewirtschaftet werden. Dadurch könne es zu Lärm, Staub oder Geruch kommen, teilweise auch in den Abendstunden. Im Bebauungsplan sei darauf hinzuweisen.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren