Kulmbach

Polizei überführt 22-jährigen Schmierfinken

Seit Juni hatte die Kulmbacher Polizei wegen einer Serie von Schmierereien im Stadtgebiet Kulmbach und im nahen Umland ermittelt. Am Sonntagabend gelang es den Beamten, den Verursacher endgültig zu üb...
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Auch in der Bahnunterführung in der Pillauer Straße haben die Schmierfinken sich ausgetobt. Dann griff die Polizei zu.  Foto: Katrin Geyer
Auch in der Bahnunterführung in der Pillauer Straße haben die Schmierfinken sich ausgetobt. Dann griff die Polizei zu. Foto: Katrin Geyer

Seit Juni hatte die Kulmbacher Polizei wegen einer Serie von Schmierereien im Stadtgebiet Kulmbach und im nahen Umland ermittelt. Am Sonntagabend gelang es den Beamten, den Verursacher endgültig zu überführen. Er blickt nun zahlreichen Strafanzeigen und erheblichen zivilrechtlichen Forderungen entgegen.

Insgesamt waren in den vergangenen Monaten rund 30 Anzeigen bei der Polizeiinspektion Kulmbach eingegangen. Ein Unbekannter hatte vorwiegend in den Sommermonaten wiederholt die Worte "LOKKE", "TILI" und "LIDO" an Parkbänken, Mülleimern und Trafohäuschen im gesamten Stadtgebiet angebracht. Aber auch Brücken und Bauwerke verunstaltete er.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen fiel schließlich der Verdacht auf einen 22-jährigen Kulmbacher. Nachdem auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth ein Durchsuchungsbeschluss für ihn und seine Wohnung erlassen worden war, rückten die Ordnungshüter am Sonntagabend an und nahmen den jungen Mann und seine Wohnräume unter die Lupe.

Schnell war klar, dass der Verdacht der Beamten goldrichtig war, fanden sich doch zahlreiche Spraydosen und Filzstifte neben Handskizzen und sonstigen Utensilien. Letztlich konnten die Beamten auch Fotos von einigen Tatorten sicherstellen, die der Sprayer als "Trophäe" gefertigt hatte.

Auch Drogen gefunden

Neben den Graffiti-Utensilien fielen den Beamten auch noch einige Gramm Marihuana in die Hände, so dass sich der 22-Jährige nicht nur wegen zahlreicher Sachbeschädigungsdelikte, sondern zudem noch wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten muss. Neben der zu erwartenden Strafe blüht dem jungen Mann jetzt auch die Schadensregulierung für seine angerichteten "Werke". Diese dürfte sich auf mehrere Tausend Euro belaufen. pol

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