Ebern

Polizei stoppt Mängel-Gespann

Am Mittwochvormittag fiel den Beamten der Polizeiinspektion Ebern auf der B 279 zwischen Rentweinsdorf und Ebern ein Gespann auf, bestehend aus einem Traktor und einem sehr marode aussehenden einachsi...
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Am Mittwochvormittag fiel den Beamten der Polizeiinspektion Ebern auf der B 279 zwischen Rentweinsdorf und Ebern ein Gespann auf, bestehend aus einem Traktor und einem sehr marode aussehenden einachsigen Anhänger. Der erste Eindruck der Beamten wurde bei der Kontrolle bestätigt: Der leere Anhänger war nicht mehr verkehrstüchtig. Teile der Beleuchtungseinrichtung gingen nicht, Rückstrahler fehlten, die Bremse war komplett festgerostet und somit funktionsunfähig, die Zugdeichsel war massiv verbogen und das vorgeschriebene Wiederholungskennzeichen war nicht vorhanden. Da der Anhänger in diesem Zustand verkehrsunsicher war, wurde die weitere Verwendung im öffentlichen Straßenverkehr unterbunden. Die landwirtschaftliche Zugmaschine zeigte ebenfalls erhebliche Mängel auf. Die beiden Reifen der Hinterachse hatten so tiefe Risse, dass mit einem Werkzeug schon das Geflecht der Karkasse zu spüren war, und müssen folglich erneuert werden. Das Fahrtziel war ein nahe gelegener Baustoffhändler, in dem der 45-jährige Fahrer Baumaterialien einkaufen wollte. Für eine solche private Nutzung darf ein zulassungs-freier Anhänger mit "grünem" Wiederholungskennzeichen aber nicht benutzt werden. Da hilft es dem Traktorfahrer auch nicht, dass sein Bulldog versteuert und somit mit "schwarzem" Kennzeichen zugelassen ist. Auch der Anhänger muss zugelassen und versteuert sein. Das uralte, selbst gemalte Wiederholungskennzeichen am umgebauten Anhänger ist nicht ausreichend. Dem Fahrer werden ein Vergehen nach der Abgabenordnung des Kraftfahrt-steuergesetzes sowie mehrere Verkehrsordnungswidrigkeiten nach der Straßenverkehrszulassungsordnung vorgeworfen.



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