Großenseebach

Polizei bremst Bedenken aus

Eine längere Diskussion gab es in der jüngsten Sitzung des Großenseebacher Gemeinderats über einen Antrag der Eheleute Barbara und Martin Ramm zu verschiedenen Verkehrsfragen. Insbesondere hatten die ...
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Eine längere Diskussion gab es in der jüngsten Sitzung des Großenseebacher Gemeinderats über einen Antrag der Eheleute Barbara und Martin Ramm zu verschiedenen Verkehrsfragen. Insbesondere hatten die Antragsteller zu hohe Geschwindigkeiten im Ort bemängelt und darauf hingewiesen, dass in den vergangenen eineinhalb Jahren für den Kreuzungsbereich Winkelweg/Neue Straße sechs Verkehrsunfälle registriert worden seien.

Wie Verwaltungsleiter Martin Hofmann erklärte, sei aber kein einziger dieser Unfälle geschwindigkeitsbedingt gewesen und nur einer eine Vorfahrtsverletzung, weshalb nach Auffassung der Polizei kein Handlungsbedarf bestehe. Dennoch habe die Polizei angeboten, zu unterschiedlichen Zeiten im Baugebiet Messungen mit dem Lasermessgerät durchzuführen. Eine dauerhafte Aufstellung von Messgeräten führe nach Einschätzung der Ordnungshüter zur Missachtung dieser Geräte. Auf die Tempo-30-Regelung werde bereits am Beginn der Zufahrtsstraßen hingewiesen, eine weitere Beschilderung innerhalb der Zonenbereiche werde von der Polizei als nicht notwendig erachtet.

In der Diskussion widersprachen Klaus Korn und Werner Schrumpf (beide SPD) der Einschätzung, dass sechs Unfälle in der Tempo-30-Zone relativ unwesentlich seien. Korn ist davon überzeugt, dass es mehr Unfälle gegeben habe, die aber nicht gemeldet wurden und somit auch nicht in der Statistik erscheinen. "Wenn es nur einen Vorfahrtsfehler gab, was waren dann die anderen Ursachen?", fragte Korn in die Runde.

Mehr Kontrollen gefordert

Herbert Müller (FW) vermutete, dass die Regel rechts vor links nicht beachtet werde, er habe das wiederholt beobachtet. "Wir müssen zur Kontrolle mehr Bausteine umsetzen", forderte Carina Geist (SPD), und es gab eine Reihe von Vorschlägen: häufigere Einsetzung der Messgeräte, Anschaffung eines weiteren Gerätes, Lasermessung durch die Polizei und Hinweise im Mitteilungsblatt, außerdem sollen "30er-Hinweise" auf der Straße aufgebracht werden. In diesem Zusammenhang wurde auch die Verkehrssituation am östlichen Ortseingang angesprochen. Dieser Bereich sei ein deutlicher Unfallschwerpunkt und die Gemeinde sollte auf jeden Fall eine Kreisellösung beim Staatlichen Bauamt anstreben. sae

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