Coburg
coburg.inFranken.de  Am Casimirianum fand eine Podiumsdiskussion zur Europäischen Union statt.

Politiker stellen sich interessierten Schülern

Vertreter von sieben Parteien folgten dem Ruf des Gymnasiums Casimirianum zu einer Podiumsdiskussion rund um das Thema Europäische Union. Die Schule hatte sich bei der Landeszentrale für politische Bi...
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Bei der Podiumsdiskussion beantworteten Politiker von sieben Parteien auch die Fragen der politisch interessierten Schüler. Foto: privat
Bei der Podiumsdiskussion beantworteten Politiker von sieben Parteien auch die Fragen der politisch interessierten Schüler. Foto: privat

Vertreter von sieben Parteien folgten dem Ruf des Gymnasiums Casimirianum zu einer Podiumsdiskussion rund um das Thema Europäische Union. Die Schule hatte sich bei der Landeszentrale für politische Bildung beworben, um die Veranstaltung nach Coburg zu holen. Julius Kessler von der Firma "Spotlight Politics" moderierte in der Aula die Debatte für die Schüler der Q11 und Q12. Für die Parteien nahmen Ina Sinterhauf (Grüne), Bastian Büttner (CSU), Nureddin Suzan (SPD), Christian Gunzenheimer (Freie Wähler), Tobias Lukoschek (FDP), Florian Bätz (Die Linke) und Sven Kachelmann (AfD) teil.

Das erste Diskussionsthema bildete der britische Austritt aus der EU. Auf die Frage von Moderator Julius Kessler, ob der Brexit "mehr oder weniger Europa" bedeute, antwortete Büttner, dass uns die EU viele Vorteile wie Frieden und Binnenmarkt beschert habe und man daher an einem Strang ziehen müsse. Bätz plädierte dafür, "mehr Demokratie nach Brüssel" zu bringen und Kachelmann hielt die EU für "nicht reformierbar" und zog die Konsequenz "mehr Europa, weniger EU".

Die gemeinsame europäische Armee beschäftigte die Diskussionsteilnehmer im Anschluss. Die Vertreter der SPD und der Linken äußerten sich hierzu positiv, wohingegen Gunzenheimer die Frage aufwarf, wer am Ende über einen Einsatz einer solchen Armee entscheiden werde.

"Sternstunde der Humanität"

Beim Thema Flüchtlinge und deren Verteilung innerhalb der Europäischen Union stellte Ina Sinterhauf fest, dass die EU die "Riesenaufgabe" Migration nicht als gemeinsame Aufgabe sehe. Es gehe nicht darum, alle Grenzen aufzumachen und alle Migranten aufzunehmen, es gehe darum, ein menschenwürdiges Leben für die Geflüchteten zu schaffen. Büttner plädierte für eine europaweite Regelung und Mindeststandards für Geflüchtete, während Gunzenheimer darauf hinwies, dass die sogenannte Flüchtlingskrise eine "Sternstunde der Humanität" gewesen sei, bei der die örtliche Bevölkerung die Ankommenden integriert habe.

Zum Ende der Veranstaltung konnten die Jugendlichen, die sich politisch interessiert zeigten, noch Fragen an die Politiker stellen. Unter anderem bestand Interesse an den politischen Programmen zur sowie den Kandidaten der Europawahl. red



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