Thurnau
Engagement

Poetry Slam für den Frieden

Katharina Müller-Sanke Klaus Bartels aus Thurnau ist Schreiner. Aber seit einiger Zeit engagieren sich er und seine Frau Franziska in einer Gruppe zum offenen Austausch. Politisch im klassischen Sinn ...
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Simone Bilz alias "Monchen" wird den Poetry-Slam auf der Werkstattbühne moderieren. Foto: privat
Simone Bilz alias "Monchen" wird den Poetry-Slam auf der Werkstattbühne moderieren. Foto: privat

Katharina Müller-Sanke Klaus Bartels aus Thurnau ist Schreiner. Aber seit einiger Zeit engagieren sich er und seine Frau Franziska in einer Gruppe zum offenen Austausch. Politisch im klassischen Sinn sei die Gruppe nicht, sagt Bartels. Es gehe einfach um Menschlichkeit. Und die gehe alle an - egal, welche Partei jemand wählt.

Seit Neuestem will die Gruppe nicht mehr nur miteinander reden, sondern auch Dichtern zuhören. Morgen, Samstag, 8. Dezember, ab 19 gibt es die erste vielleicht größere Veranstaltung unter dem Dach der Montagsgespräche in der Schreinerei Bartels: Einen Poetry Slam unter dem Titel "Mit!Mensch" auf der Werkstattbühne. Als Organisatorin haben sich die Mitglieder der Thurnauer Montagsgespräche die lokale Poetry-Slam-Prominenz eingeladen.

Simone Bilz alias "Monchen" hat den Slam organisiert und wird ihn auch moderieren. Mehrere regional bekannte Poetry Slammer stehen auf der Bühne: Eva Stützer aus Mühlhausen, Thomas Schmidt aus Schwabach, Justus Lamm aus Würzburg und Marion Fuchs aus Bamberg.

Sie alle werden beim Poetry Slam selbst geschriebene und gedichtete Texte vortragen. Requisiten sind nicht erlaubt - es zählen nur der Poet und sein Text. Das Publikum bewertet die Beiträge. Die Texte handeln von Gleichberechtigung, von Menschlichkeit, von Vorurteilen und von Gemeinsamkeiten.

Beim Poetry Slam werden auch zwei Menschen auftreten, deren Muttersprache nicht deutsch ist, sondern die erst seit kurzer Zeit hier als Geflüchtete leben. Mezkin Hussein und Sabah Qaidi gehen beide in die Schreibwerkstatt "Grenzenlos", die Uschi Prawitz in Kulmbach leitet. Sie tragen ihre Texte außer Konkurrenz vor.

In der Nachfolge der Montagsdemonstrationen vor 30 Jahren und zahlreicher Friedensgespräche auf der Welt trifft sich die Gruppe jeden ersten Montag im Monat in der Schreinerei. Dass versteckte rechte Ströme gefühlt immer mehr zunehmen, treibt die Gruppe um und macht den Mitgliedern Sorge.



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