Schneckenlohe

Planung sorgt für Schnappatmung

Beikheim soll ein neues Feuerwehrhaus bekommen. Doch die geplanten Kosten von 690 000 Euro sind dem Schneckenloher Gemeinderat eindeutig zu viel. Jetzt wird der Rotstift angesetzt.
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Im Ortsbereich von Schneckenlohe herrscht Tempo 30. Foto: Maria Löffler
Im Ortsbereich von Schneckenlohe herrscht Tempo 30. Foto: Maria Löffler

Im Schneckenloher Gemeindeteil Beikheim soll ein neues Feuerwehrhaus entstehen. Eine einstweilige Kostenschätzung des Planungsbüros HTS in Höhe von etwa 690 000 Euro löste bei den meisten Mitgliedern des Gemeinderates in Schneckenlohe spontane Schnappatmung aus. Und in diesem Betrag sind Posten wie Grunderwerb, Vermessung, Einrichtung und Ausstattung noch gar nicht enthalten.

Überdimensioniert

"Die Pläne erscheinen mir überdimensioniert. Wir sollten sie noch einmal überdenken und mit dem Planungsbüro besprechen. Und natürlich werden wir auch die Feuerwehr selbst in die Planung involvieren. Das macht ja Sinn", betonte Bürgermeister Knuth Morgenroth. Die Rede ist von 192 Quadratmetern Fläche und einem Rauminhalt von 1700 Kubikmetern. Jetzt will man alles neu skizzieren, den Grundriss überarbeiten und beim Dachstuhl soll selbst mit Hand angelegt werden. Um den Neubau aber überhaupt zu realisieren, müsse erst der Kauf des Anwesens in der Mitwitzer Straße 2 in Beikheim über die Bühne gehen. "Wir haben uns mit dem Eigentümer geeinigt. In nächster Zeit kann der Abriss der bestehenden Gebäude beginnen und wir gehen in die Ausschreibungsphase für die Gewerke", sagte dazu der Bürgermeister, der noch eine weitere gute Nachricht hatte: Eigentumserwerb und Abriss seien grundsätzlich zu 90 Prozent förderfähig. Dies gehe aus dem Schreiben des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) hervor.

Blitzschutzarbeiten in Höhe von rund 5000 Euro wurden während der Sitzung ebenfalls vergeben. Sie betreffen laut Bürgermeister das Brunnenhaus, die Alte Schule in Beikheim, die ehemalige Grundschule, das Feuerwehrgerätehaus in Mödlitz, den Hochbehälter, Kindergarten und die Leichenhalle in Beikheim. Hier hätte sich Morgenroth gewünscht, dass man anstatt einer Nürnberger Firma ein Unternehmen aus der Region gefunden hätte. "Wir haben sieben oder acht Firmen angeschrieben und so gut wie keine Rückmeldung erhalten. Deshalb werden wir der Nürnberger Firma Pretzl den Zuschlag erteilen."

Im Wiesenweg in Beikheim soll es künftig eine neue Straßenbeleuchtungsanlage mit drei Brennstellen geben. Hier regten die Räte an, dass man sich über den genauen Standort vielleicht noch einmal austauschen sollte, um eine optimale Ausleuchtung zu gewährleisten. Diskutiert wurde auch über die Sanierung der Leichenhalle am Beikheimer Friedhof. Hier standen Mehrkosten für einen erhöhten Sanierungsaufwand im Raum. "Die Malerarbeiten haben aufgrund diverser Komplikationen den Angebotspreis überstiegen. Um ganze 25 Zentimeter habe man nämlich das Niveau anheben müssen. Die Wände wurden komplett abgewaschen und ein Gewebe aufgebracht. Jetzt sei alles weiß gestrichen, die Malerarbeiten seien beendet. Ende August oder Anfang September sollen nun die restlichen Gewerke begonnen werden.

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