Stettfeld
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Planung für gewünschten Gehweg fällt durch

Christian Ziegler Bei einer Gegenstimme hat der Stettfelder Gemeinderat in seiner Dezembersitzung den Bau eines Gehwegs entlang der Bamberger Straße ortseinwärts abgelehnt. Bereits im Mai 2017 war übe...
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Die Gehwegsplanung an der Bamberger Straße, um den Bewohnern des Baugebiets "An der Flachs" einen sicheren Weg ins Dorf zu ermöglichen, geht in die nächste Runde, nachdem die aktuelle Variante abgelehnt worden ist. Hierzu soll nochmals das Gespräch mit dem Straßenbauamt gesucht werden.  Foto: Christian Ziegler
Die Gehwegsplanung an der Bamberger Straße, um den Bewohnern des Baugebiets "An der Flachs" einen sicheren Weg ins Dorf zu ermöglichen, geht in die nächste Runde, nachdem die aktuelle Variante abgelehnt worden ist. Hierzu soll nochmals das Gespräch mit dem Straßenbauamt gesucht werden. Foto: Christian Ziegler

Christian Ziegler Bei einer Gegenstimme hat der Stettfelder Gemeinderat in seiner Dezembersitzung den Bau eines Gehwegs entlang der Bamberger Straße ortseinwärts abgelehnt.

Bereits im Mai 2017 war über eine Querungshilfe für die Bamberger Straße und eine Erweiterung des Gehsteigs gesprochen worden. Der Kostenvoranschlag hierfür lautete damals auf 16 000 Euro. Im März dieses Jahres wurde der Rat dann darüber informiert, dass die Straße an der Stelle der Querungshilfe nicht breit genug sei und deshalb erweitert werden müsste, was Kosten im Bereich um die 100 000 Euro nach sich ziehen würde.

Grundlage der nun vorliegenden Planung war der Antrag von Anwohnern im neuen Baugebiet "An der Flachs". Nach mehreren Gesprächen mit dem Straßenbauamt in Schweinfurt war von der Verwaltung ein Gehweg auf 160 Metern Länge von der Einmündung der Pfarrer-Schirmer-Straße entlang der Straßen "Am Mittelweg" und Bamberger Straße bis zur Bushaltestelle "Am Göckel" geplant worden. Die veranschlagten Kosten hierfür würden sich auf rund 15 500 Euro belaufen.

Gemeinderat Johann Müller sprach sich entschieden gegen diese Planung aus. "Das ist die denkbar schlechteste Lösung, weil zweimal die Straße überquert werden muss." Dem stimmten seine Ratskollegen zu, da viele Fahrzeuge an dieser Stelle, obwohl sie noch innerorts liegt, bereits beschleunigen.

Auch von Anwohnerseite wurde nicht an Kritik gespart. Nachdem Nedim Jooß das Rederecht erteilt worden war, konnte er seine Sicht der Dinge darlegen. So sei ihm versprochen worden, dass die Anbindung über einen Gehweg erfolgen würde. "Ich komme mir verarscht vor, da wir das Grundstück unter ganz anderen Voraussetzungen gekauft haben", fand er deutliche Worte. "Wenn es so weitergeht, brauchen wir keinen Platz mehr für den Kinderwagen, sondern gleich für den Rollator", mahnte er Eile an.

Der Vorschlag, das Baugebiet über einen Weg mit dem Weg zum "Göckel" zu verbinden, scheiterte an den Anliegern, wie es hieß. Zweite Bürgermeisterin Doris Simon hatte hier Gespräche geführt. "Da gibt niemand einen Zentimeter her", bedauerte sie. Der Bürgermeister Alfons Hartlieb (CSU) schlug deshalb vor, die Planung der Querungshilfe nochmals auf den Tisch zu holen und zusammen mit Müller das Gespräch mit dem Straßenbauamt zu suchen.

Zwei Punkte

In der Sitzung am Mittwochabend wurden weitere Themen besprochen. Der Bürgermeister stellte kurz das geplante Konzept der Gemeinde Breitbrunn für die "Erlebniswelt Fränkischer Sandstein" vor. Als Mitglied der "Lebensregion Plus" hatte die dortige Bürgermeisterin Gertrud Bühl um einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro von jeder der zehn Kommunen gebeten. Hierzu war man sich auch schnell einig, diesen zu gewähren. Udo Busch merkte an, dass auch ein Effekt für die Gemeinde dabei herausspringen sollte. Er nannte als Beispiel die Silbersandsteinhöhle, die dort ebenfalls vorgestellt werden könnte. Dem stimmte Peter Frankenstein zu: "Vielleich überlegt sich der eine oder andere, die paar Kilometer weiterzufahren und sie zu besichtigen." Die Gemeinderäte sollen zudem weitere Informationen in Form einer Präsentation erhalten und Gertrud Bühl will dem Gremium in einer der nächsten Sitzungen das Projekt vorstellen. Einstimmig beschloss der Rat, sich mit 5000 Euro Zuschuss am Projekt "Erlebniswelt Fränkischer Sandstein" in Breitbrunn zu beteiligen. Zudem wird die Gemeinde Stettfeld Mitglied im zugehörigen Förderverein.

Mit dem ersten Schultag nach den Weihnachtsferien greift die Neuregelung der Schulbushaltestelle in Stettfeld. Ab Montag, 7. Januar, ist der Ein- und Ausstieg nicht mehr in der Schulstraße, sondern an der Haltestelle in der Hauptstraße.

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