Weißenohe

Plärrer ist jetzt barrierefrei

Der Hauptverkehrsknotenpunkt in Weißenohe war zu unübersichtlich und damit zu gefährlich. Mit der barrierefreien Umgestaltung des Plärrers wurde die Gefahrenstelle entzerrt.
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Bürgermeister Rudolf Braun erläutert die Verbesserungen zur Verkehrssicherheit, die bei der Umgestaltung des Plärrers in Weißenohe umgesetzt wurden. Foto: Patra Malbrich
Bürgermeister Rudolf Braun erläutert die Verbesserungen zur Verkehrssicherheit, die bei der Umgestaltung des Plärrers in Weißenohe umgesetzt wurden. Foto: Patra Malbrich

Breite Straßen, die zum Schnellfahren verleiteten, wenig oder kaum vorhandene Gehsteige und eine unübersichtliche Kreuzung: Das war der Hauptverkehrspunkt in Weißenohe. Mit der Neugestaltung des Plärrers sollte dem entgegengewirkt werden. Die mit 600 000 Euro bezifferte Gesamtmaßnahme wurde aus zwei Fördertöpfen bezuschusst und wurde nun beendet.

Die Gemeinde Weißenohe ist mit dieser Neugestaltung eine der ersten Gemeinden, die ihren historischen Ortskern barrierefrei gestaltet hat. Das berührt indirekt auch die Neugestaltung des Umfelds des Weißenoher Klosters, in dem die Chorakademie etabliert werden wird. "Der Weißenoher Plärrer ist somit eine Kombination zwischen dem kommunalen Investitionsprogramm (KiP) und städtebaulichen Maßnahmen", erklärte Bürgermeister Rudolf Braun (WGA) während der kleinen Feierstunde.

Auf eine große Eröffnungszeremonie wurde verzichtet: Es gab Getränke und ein paar belegte Brote am Haupttreffpunkt in Weißenohe, dem kleinen Bereich am neuen Brunnen, an dem Poseidon das Wasser in den neuen Trog fließen lässt. "Wenn der Bevölkerung dieser Kopf nicht gefällt, kann er immer noch ausgetauscht werden", sagte Braun.

In dem roten Stein, an dem Poseidon befestigt ist, wurde das Weißenoher Wappen eingemeißelt, dezent sichtbar. "Der alte Brunnen war marode. Es bleibt aber der zentrale Platz", betonte Braun. Die Mitglieder des Heimat- und Touristenvereins machen sich jetzt schon Gedanken, wie der Platz künftig ideenreich in Szene gesetzt wird - zum Beispiel zu Ostern.

Bis zu 90 Prozent Zuschuss

Ganz fertig ist der neue Plärrer aber noch nicht. Ein paar Kleinigkeiten werden noch nachgebessert. Dazu gehören die Strahler, die die neuen, hitzeverträglichen Ahornbäume nachts von unten her beleuchten sollen. Das Ensemble - dazu gehört auch die neue Steinmauer samt Brunnen - ist die einzige Maßnahme, die staatlich nicht bezuschusst wurde. 20 000 Euro hat die Gemeinde dafür in die Hand genommen. Die Straße vom Rathaus zum Plärrer fällt unter das Thema Städtebau und wird voraussichtlich mit 80 Prozent bezuschusst - begrenzt auf 80 000 Euro.

Der barrierefreie Plärrer-Umbau bis zur Hauptstraße wird mit 90 Prozent gefördert, was 234 000 Euro ausmacht. "Das sind rund zwei Drittel der Gesamtmaßnahme", erläuterte der Bürgermeister. Auf 450 000 Euro beziffert Braun den Straßenbau - komplett, mit Bäumen, der Platzgestaltung, und den abgeflachten Gehwegen, wo für blinde Menschen mit weißen, geriffelten Flächen wichtige Hinweise in den Boden eingelassen sind.

"Parallel dazu haben wir Wasser und Kanal auf den neuesten Stand gebracht", betonte Braun. Das passierte ohne Fördergelder, 40 000 Euro für den Kanal und 110 000 Euro für neue Wasserleitungen auf 220 Metern (inklusive neue Hausanschlüsse, Schieber und Hydranten), brachte die Gemeinde auf.

Bessere Sicht, breitere Gehwege

Vor allem aber wurde durch die Neugestaltung die Gefahrenzone entschärft. "Die neue Wegführung verbessert die Sicht in den fließenden Verkehr. Die Straße wurde von der B2 kommend auf fünf Meter verengt und ein sinnvoller Gehweg geschaffen", berichtete Braun.

Blumen, möglicherweise ein paar Rosensträucher am Rondell, werden ab dem Frühjahr auch für eine farbliche Vielfalt an dem Hauptknotenpunkt in Weißenohe sorgen.

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