Kronach

Pläne für die Schublade

Im Zweckverband Schulzentrum entwickelt man Vorstellungen für die Zukunft des Schulstandortes Kronach. Ein Planungswettbewerb soll dabei helfen.
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"Wir drehen an einem großen Rad." Dessen war sich der Verbandsvorsitzende des Zweckverbandes Schulzentrum, Landrat Klaus Löffler, an der Mitgliederversammlung sicher. Neben dem Haushalt und seinen damit verbunden Zahlen ging es vor allem um Visionen, Schubladenprojekte und Vorsorgeplanungen. Gleichzeitig versicherte er: "Unsere planerischen Vorhaben haben keine Auswirkungen auf das prioritäre Landkreisprojekt Berufsschule und auch keine Auswirkungen auf die laufende Sanierung des Landratsamtes." Einschränkend meinte er: "Ich kann bezüglich der Planungen keine zeitnahen Umsetzungs- und Sanierungsversprechen geben."

Was sich hinter dem Punkt sechs der Tagesordnung verbarg, war unter anderem das Schwerpunktprojekt "Generalsanierung der Berufsschule", aber es waren vor allem auch Zukunftsträume für den Schulstandort Kronach und die damit verbundene Verantwortung. "Derzeit laufen die Vorbereitungen zu einem Planungswettbewerb, in welchem vor allem auch die Standortfrage der Turnhallen des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums und der Berufsschule mit beleuchtet werden sollen", so Löffler. Keinen Stillstand und vor allem keinen Leerlauf solle es geben und ein probates Mittel dafür seien eben Schubladenprojekte.

Im Bereich des Schulzentrums nannte er Sanierungsbedarf für folgende Einrichtungen: "Lebenshilfe (Fassade), Pestalozzi-Schule, Mittelschule, Frankenwaldgymnasium, Realschule II und der Turnhallenkomplex sollten generalsaniert werden." Derzeit seien Planungen für die Generalsanierung der Mittelschule im Gange.

Was Klaus Löffler während der Sitzung vor allem herausstellte, war die Tatsache, dass man ja die vergangenen Jahre auch nicht geschlafen habe. Viele Projekte seien vollendet oder zumindest auf den Weg gebracht. Natürlich gebe es immer Baustellen, aber "wir haben zusammen schon viel geschafft und das wird sich auch nicht ändern." Begonnen dagegen habe man mit der Sanierung der Heizzentrale am Schulzentrum. Hier sei der Großteil der Kesselanlage errichtet. Für das Gewerk Elektrotechnik habe man schon zum zweiten Mal ausgeschrieben und erneut kein Ergebnis erzielt. Löffler nannte dafür Gründe wie gute Konjunktur und hohe Auslastung der Betriebe. Allerdings beeinträchtige diese Tatsache nicht die Inbetriebnahme der Heizanlage. Das Gewerk werde jetzt nochmals ausgeschrieben, außerdem gebe es kleinere Ausschreibungen im Bereich "Teilerneuerung der Bodenbeläge, Erneuerung von Fenstern und Türen, Malerarbeiten sowie Brandschutzertüchtigung."

Besprochen wurde unter anderem die Errichtung einer Photovoltaikanlage zur Nutzung der Dachflächen am Schulzentrum. Da habe sich jetzt der Fokus in Richtung Eigenverbrauch verschoben. Deshalb habe man eine Fachfirma gebeten, die möglichen Potenziale neu auszuloten. Ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich belastbar solle sie aber auf jeden Fall sein.

Im Bereich des Verkehrsübungsplatzes am Schulzentrum fasste das Gremium ebenfalls einen Beschluss. Da der Zustand der beiden Verkehrsübungsplätze im Landkreis laut Polizeiinspektion Kronach nicht mehr zeitgemäß sei, erklärte sich der Zweckverband grundsätzlich bereit, dass der bisherige Verkehrsübungsplatz am Schulzentrum einschließlich der notwendigen Erweiterungsflächen für die Neuanlage eines Platzes kostenlos zur Verfügung gestellt werde. Die Nutzung der Mensatoiletten werde man ebenfalls erlauben. Zudem will der Zweckverband die Umsetzung der störenden Fertiggaragen auf seine Kosten veranlassen.

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