Aschbach

Phoenix braucht dringend mehr Platz

Der Aschbacher Reisemobil-Hersteller will gegenüber seiner bestehenden Betriebsstätte eine neue Montagehalle bauen.
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In der Produktionshalle von Fahrzeugbau Schell - hier eine Aufnahme von 2016 - ist es im Lauf der Jahre zu eng geworden. Foto: E. Seeger (Archiv)
In der Produktionshalle von Fahrzeugbau Schell - hier eine Aufnahme von 2016 - ist es im Lauf der Jahre zu eng geworden. Foto: E. Seeger (Archiv)

Der Aschbacher Reisemobil-Hersteller Schell (Phoenix-Reisemobile) plant eine Erweiterung seiner Produktionsstätten. Am Ortseingang von Aschbach soll auf dem Gelände gegenüber der bestehenden Betriebsstätte eine Montagehalle entstehen. Der in der jüngsten Schlüsselfelder Stadtratssitzung vorgestellte Entwurf des Bebauungsplans wurde von den Stadträten lebhaft diskutiert, bevor er - bei drei Gegenstimmen - abgesegnet wurde.

Die künftige Montagehalle ist in einer Größe von etwa 25 mal 50 Metern geplant. Wie Franz Hünnerkopf, Kaufmännischer Leiter des Unternehmens mitteilte, reichen die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr aus. "Die Produktion ist seit 20 Jahren praktisch unverändert", so Hünnerkopf.

Inzwischen seien die Anforderungen jedoch gewachsen. Mit dem Bau der neuen Halle ziele die Unternehmensleitung auf eine "Entzerrung des Ablaufs". Schritt für Schritt sollen damit auch etliche neue Arbeitsplätze entstehen. Aktuell beschäftige das Unternehmen rund 70 Mitarbeiter.

Wiese wird wieder Biotop

Die Wiese am Aschbacher Ortseingang sei zwar ursprünglich ein Biotop gewesen, erklärte Schlüsselfelds Bürgermeister Johannes Krapp (CSU). Die Prüfung habe jedoch ergeben, dass dieses Biotop nicht mehr bestehe. Für Franz Hünnerkopf ist das Gelände bislang "nichts Halbes und nichts Ganzes". Erst durch die Überplanung werde daraus eine runde Sache. "Wir machen ein Biotop daraus", so Hünnerkopf. Für den Reisemobil-Hersteller gingen mit der Bebauung etliche Auflagen einher.

Wie von der Stadt zu hören ist, soll etwa die Hälfte des Grundstücks bebaut, die andere Hälfte als Ausgleichsfläche angelegt werden. Der vorhandene Bach - eigentlich mehr ein Graben - soll verlegt werden und mäandernd einen neuen Lauf bekommen. Zwischen der Halle und dem künftigen Bachlauf solle eine kleine Böschung angelegt und mit Bäumen bepflanzt werden. Für das Gebäude selbst wurde eine Traufhöhe von sechs Metern festgesetzt.

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