Eggolsheim
Altenpflege

Pflegebeauftragter der Staatsregierung zu Gast an der Berufsfachschule

Das Zukunftsvorhaben der Berufsfachschule (BFS) für Altenpflege St. Nikolaus in Eggolsheim, mittelfristig zu einer Internationalen Pflegefachschule zu werden, erhält wichtige Unterstützung. Professor ...
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Peter Bauer (3. v. r.), Patienten- und Pflegebeauftragter der bayerischen Staatsregierung, war zu Besuch in der Berufsfachschule für Altenpflege St. Nikolaus in Eggolsheim. Foto: PR
Peter Bauer (3. v. r.), Patienten- und Pflegebeauftragter der bayerischen Staatsregierung, war zu Besuch in der Berufsfachschule für Altenpflege St. Nikolaus in Eggolsheim. Foto: PR

Das Zukunftsvorhaben der Berufsfachschule (BFS) für Altenpflege St. Nikolaus in Eggolsheim, mittelfristig zu einer Internationalen Pflegefachschule zu werden, erhält wichtige Unterstützung. Professor Peter Bauer (Universität Lima), Patienten- und Pflegebeauftragter der bayerischen Staatsregierung, sagte bei einem Besuch in Eggolsheim seine Unterstützung zu, ebenso wie Landrat Hermann Ulm (CSU) und Günter Honeck, Dritter Bürgermeister von Eggolsheim (BBG).

Aktuell hat sich in Eggolsheim bereits ein Projekt etabliert, in dessen Rahmen chinesische Absolventinnen mit dem Abschluss "Bachelor of Nurse" an der privaten Dr.-Wiesent-Berufsfachschule für Altenpflege eine Ausbildung zur Pflegefachkraft absolvieren - "mit großem Erfolg", wie Schulleiter Bernhard Haberl erläuterte. Bis 2021 soll eine deutsch-chinesische Berufsfachschule für Pflege entstehen, für die bereits die medizinische Hochschule Shenyang sowie die medizinische Hochschule Dalian und die Fremdsprachenuniversität Dalian als Kooperationspartner gewonnen werden konnten. Zusammen mit diesen Einrichtungen soll ein Konzept umgesetzt werden, das von Horst Wiesent, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Senivita und Geschäftsführer der Dr.-Wiesent-Schulen, sowie dem Senivita-Aufsichtsratsvorsitzenden Hartmut Koschyk erläutert wurde. Dieses soll sich aus fachlichen und sprachlichen Lehrgängen in China, einer theoretischen Unterrichtung in Eggolsheim und einem praktischen Ausbildungsteil in oberfränkischen Altenpflegeeinrichtungen zusammensetzen. Integriert werden sollen zusätzliche Ausbildungselemente, etwa aus der traditionellen chinesischen Medizin.

Die deutsch-chinesische Pflegeallianz selbst wird nach Überzeugung der Verantwortlichen eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich bringen. So könnten die chinesischen Kräfte dazu beitragen, den Mangel an Pflegekräften in der Region abzumildern. Zum anderen glaubt man, dass eine Ausbildung in China und Deutschland auch für deutsche Schulabgänger interessant sein könnte. Horst Wiesent betonte, dass man davon ausgehe, dass ein Teil der chinesischen Pflegefachkräfte in Deutschland bleiben werde.

Dem internationalen Aspekt widmete Peter Bauer besondere Aufmerksamkeit. Er sieht "internationale Partnerschaften als Notwendigkeit". Eine Bestätigung hierfür lieferten die Redebeiträge der chinesischen Schülerinnen der Berufsfachschule.

Dass das schulische Zentrum mit Demo-Raum mit Pflegebad, digitalisierten Klassenzimmern und mit S-Bahn-Anschluss vor der Tür weiter auf Zukunft setzen will, wurde von Landrat Hermann Ulm begrüßt. Er wolle sich dafür einsetzen, dass weitere Einrichtungen in der Region als Partner für das internationale Projekt gewonnen werden. Besonders erfreut waren die Schulverantwortlichen, dass Peter Bauer dem Modellprojekt der deutsch-chinesischen Berufsfachschule zu noch mehr Dynamik verhelfen will. red

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