Ebensfeld
Musik

Pfiffe beim Adventskonzert - und doch war es ein schöner Abend

In die Hankirche zu Prächting hatte die Kelbachtaler Blasmusik geladen und zahlreiche Gäste sind dieser Einladung gefolgt, so dass die Kirche voll besetzt war. Mit "Largo", dem zweiten Satz aus der 9....
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In die Hankirche zu Prächting hatte die Kelbachtaler Blasmusik geladen und zahlreiche Gäste sind dieser Einladung gefolgt, so dass die Kirche voll besetzt war.

Mit "Largo", dem zweiten Satz aus der 9. Symphonie von Antonin Dvorak "Aus der neuen Welt", begrüßten die Musiker unter der Leitung von Andreas Schatz das Publikum. Vorsitzende Dagmar Sommer, die brillant durchs Programm führte, hieß die Gäste willkommen und kündigte "Nessaja" aus dem Musical "Tabaluga" von Peter Maffay an. Die Musiker nahmen die Zuhörer mit auf die Reise in die Welt des kleinen Drachen.

Im traditionellen Stil folgte "Kommet ihr Hirten", ehe die Trompeter und Flügelhornisten der Kapelle, nur begleitet vom Schlagzeug, "Feliz Navidad" als fünfstimmigen Satz vortrugen.

Mit "Stop The Cavalry" von Jona Lewie folgte ein Stück, das alljährlich in den Charts zu finden ist, allerdings nicht in der glänzend dargebotenen Blasmusikversion, die die Kelbachtaler Blasmusik zu Gehör brachte.

Dass zum Adventskonzert auch eine Polka gehören kann, bewiesen die Musiker mit "Böhmisches Herzklopfen" in einer beschaulichen Variation.

Gezupft

Der Pfarrer von Prächting, Udo Zettelmaier, trug das Adventslied "Seht, die gute Zeit ist nah" mit seiner Gitarre vor, das jeweils unterbrochen und mit Gedanken passend zur Textzeile versehen wurde. Eine gute Gelegenheit, bewusst in die Adventszeit einzutauchen und den Sinn des Weihnachtsfestes zu erkennen.

"Gather Around The Christmas Tree" war der nächste Titel, diesmal aus den USA. Anschließend zeigte Andreas Schatz sein Können als Bläser. Bei der "Romanze für Tenorhorn" von Pavel Stanek überzeugte er als Solist mit warmen und klaren Klängen passend zum Titel.

Aus dem Weihnachtsklassiker "Drei Nüsse für Aschenbrödel" erklang die Titelmelodie und man fühlte sich förmlich in die Winterlandschaft aus dem Film entführt.

"O Sanctissima" lautete der nächste Titel, und jeder dachte bei der Melodie an "Oh du fröhliche". Tatsächlich stammt die Melodie aus einem sizilianischen Marienlied und ist zum Weihnachtslied umfunktioniert worden. Die Kelbachtaler Blasmusik präsentierte dieses Werk mit barocken Stilelementen versehen.

Gewaltiger Klang

Aus der Feder von Albert Hammond und John Bettis stammt der nächste und letzte Titel "One Moment In Time", der im Original von Whitney Houston gesungen wurde. So gewaltig wie ihre Stimme war auch der Klang, der zum Finale dieses Stückes das Gotteshaus erfüllte. Mit stehenden Ovationen dankten die Zuhörer.

Daher war natürlich eine Zugabe fällig: "Jingle Bells" begann mit einem Solo der Marschtrommel und dem Lied, das die Musiker pfeifend darboten. Waren die Zuhörer zunächst noch überrascht, so klatschen sie doch bald im Rhythmus mit.

Ohne eine weitere Zugabe wurden die Instrumentalisten nicht aus dem Chorraum der Kirche entlassen. Das Konzert endete mit "Adeste Fideles", bei dem alle Gäste mitsangen. Ein rundum gelungenes Konzert fand damit seinen Abschluss und die Pfiffe kamen nicht von den Gästen, sondern von den Musikern.

Bei den anschließenden Gesprächen bei Glühwein und Bratwurst zollte so mancher Besucher den Musikern seinen Respekt und dankte für das "wirklich sehr schöne" Konzert. nuz

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