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Ebensfeld
Erinnerungen

Pferdeschwanz und Petticoat

Anfang der 1960er Jahre, jung und ohne Auto - was machte man damals, wenn man zum Tanzen gehen wollte? Man setzte sich mit Freundinnen in den Zug und fuhr von Marktzeuln nach Ebensfeld zu Engelhardts ...
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Alles Gute wünschten (von links hinten) Klaus Häublein, Rebecca mit Urenkel Levi Häublein, Thomas Häublein und Bürgermeister Bernhard Storath, Geburtstagskind Resi (vorne) ist glücklich. Foto: Monika Schütz
Alles Gute wünschten (von links hinten) Klaus Häublein, Rebecca mit Urenkel Levi Häublein, Thomas Häublein und Bürgermeister Bernhard Storath, Geburtstagskind Resi (vorne) ist glücklich. Foto: Monika Schütz

Anfang der 1960er Jahre, jung und ohne Auto - was machte man damals, wenn man zum Tanzen gehen wollte? Man setzte sich mit Freundinnen in den Zug und fuhr von Marktzeuln nach Ebensfeld zu Engelhardts Tanzsaal. 

So machte es Theresia Kraus. Und ihr gleich tat es der Staffelsteiner Klaus Häublein. Auch er war mit seiner Clique unterwegs, fuhr mit dem Zug nach Ebensfeld zum Tanzsaal.

Rock 'n' Roll stand zu der Zeit hoch im Kurs: "Sie hatte einen Petticoat an und trug Pferdeschwanz - und tanzen konnte die!", erinnert sich Klaus jetzt beim 80. Geburtstag seiner Theresia. Ja, es hat damals gefunkt. 1962 fand in Vierzehnheiligen die Trauung statt und wenige Jahre später zog das junge Paar nach Ebensfeld. Die beiden Söhne Thomas und Armin kamen zur Welt. Mittlerweile ergänzen drei Enkel und Urenkelchen Levi die Familie Häublein und waren die liebsten Gratulanten zum 80. Geburtstag.

Glückwünsche der Gemeinde und einen Veitsberghonig überbrachte Bürgermeister Bernhard Storath und auch Pfarrer Rudi Scharf war gern gesehener Gast beim Weißwurstfrühstück mit Freunden und der Familie.

Theresia hat gerne Gäste, ein Schlaganfall vor zwei Jahren zwang sie in den Rollstuhl. "Das Gehirn ist fit", sagt sie und erzählt von Mau-Mau-Abenden oder ihrem Hobby Kreuzworträtsel lösen. Früher war sie gerne unterwegs, wanderte im Allgäu und war auch in Florida, um Verwandte zu besuchen. Jetzt genießt sie die täglichen Ausfahrten mit ihrem Klaus. Resi war die jüngste von drei Schwestern, in vielen Vereinen half sie im Hintergrund: Beim TSV Ebensfeld wusch sie Unmengen an Fußballtrikots und kochte Kaffee, beim VdK ist sie langjähriges Mitglied. Nun freut sie sich schon aufs Wochenende: Da wird mit der ganzen Familie gefeiert und gemütlich zum Essen gegangen. Und dann gibt's im Gasthaus bestimmt ihre Lieblingsspeise: Grüne Klöß' und Sauerbraten. ds

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