Gärtenroth
Seelsorge

Pfarrer Raimund Pretzer in Gärtenroth verabschiedet

Am Sonntag wurde auch in der evangelischen Pfarrkirche in Gärtenroth das Erntedankfest begangen. Am Samstag zuvor hatte der Gartenbauverein Gärtenroth zusammen mit den Nachbarn aus Danndorf die Kirche...
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Das Bild zeigt von links Christian Schmidt (Vertretungspfarrer aus Kirchleus), Christina Flauder (Synodalin und stellvertretende Landrätin in Kulmbach), Pfarrer Raimund Pretzer und Dekan Thomas Kretschmar nach Pretzers Verabschiedung. Foto: privat
Das Bild zeigt von links Christian Schmidt (Vertretungspfarrer aus Kirchleus), Christina Flauder (Synodalin und stellvertretende Landrätin in Kulmbach), Pfarrer Raimund Pretzer und Dekan Thomas Kretschmar nach Pretzers Verabschiedung. Foto: privat

Am Sonntag wurde auch in der evangelischen Pfarrkirche in Gärtenroth das Erntedankfest begangen. Am Samstag zuvor hatte der Gartenbauverein Gärtenroth zusammen mit den Nachbarn aus Danndorf die Kirche festlich mit allerlei Gaben geschmückt.

Allerdings war der Gottesdienst, der ausnahmsweise nachmittags ab 14 Uhr stattfand, mit ziemlich viel Wehmut verbunden: Der Gärtenrother Pfarrer Raimund Pretzer wurde dabei aus der Kirchengemeinde Gärtenroth verabschiedet, da er von nun an in Vollzeit als Religionslehrer am Caspar-Vischer-Gymnasium in Kulmbach arbeitet.

Er bleibt im Pfarrhaus wohnen

Privat bleibt er weiterhin im Pfarrhaus in Gärtenroth wohnen und somit ein Teil der Gemeinde und Ortschaft.

Zum Gottesdienst und der anschließenden Feier im Sportheim kamen neben den Christen aus der Kirchengemeinde auch Gäste aus Politik und Kirche.

In seiner Predigt blickte Pfarrer Pretzer auf seine zehn Jahre Dienst in Gärtenroth zurück. Seine Antrittspredigt hatte er am 4. Oktober 2009 in Gärtenroth gehalten, der ebenfalls der Erntedanksonntag war. Er erzählte aus seiner Zeit aus dem Studium. Danach sei er er in seinen Dienst als Pfarrer mit den Worten "Hauptsache, es bricht kein Chaos aus" entlassen worden.

Der Predigttext beschäftigte sich vor allem mit den Themen Sehnsucht im Herzen und Vertrauen zu Gott sowie Gottes Vertrauen in die Menschheit.

Ebenso blickte Pretzer auf die Zukunft der kleinen Gemeinde und die Herausforderungen, die ihr bevorstehen. Dabei bezog er sich auch auf seine Antrittspredigt vor zehn Jahren. Wichtig hierbei sei der Begriff "lebendiges Haus" gewesen.

Nach der Predigt ergriff für einen Moment Pfarrer Christian Schmidt aus Kirchleus das Wort. Schmidt übernimmt vorerst die Vertretung von Pretzer. Er ist also erster Ansprechpartner für die Kirchengemeinde Gärtenroth, hat aber weiterhin Kirchleus als Hauptkirchengemeinde.

Pfarrer Schmidt erklärte, wie es zu dieser Situation gekommen ist und wie überraschend schnell alles gekommen sei. Der Geistliche leitete aber auch zur Tageslosung vom 1. September über, die sich mit der Dankbarkeit beschäftigte.

"Ungewisse Zukunft"

Schmidt erzählte allerdings auch, dass die Zukunft der Gemeinde Gärtenroth ungewiss sei. Dann entpflichtete er Pfarrer Raimund Pretzer vom Dienst und segnete ihn.

Pretzer fuhr anschließend mit dem Gottesdienst fort. Es folgten einige Grußworte und Glückwünsche mit Geschenkübergaben. Themen hierbei waren unter anderem die Attribute eines Pfarrers oder die Entfernung der Jugend von Gott und der Kirche. Es wurde sogar eine Anekdote über die Meinung von Pretzer als Religionslehrer erzählt. Der Kirchenvorstand sprach einige Fürbitten.

Dankbarer Rückblick

Nach dem Gottesdienst ging es im Sportheim in Gärtenroth nach einem Lied des Gesangvereins Danndorf, in dem Pfarrer Pretzer Mitglied ist, weiter mit den Grußworten und Glückwünschen für Pretzer. Dabei gingen die Redner auf die landkreisübergreifende Gemeinde ein und verglichen den Gottesdienst und den Religionsunterricht miteinander. Der Kirchenvorstand blickte auf die gemeinsamen zehn Jahre mit Pfarrer Pretzer zurück. Themen dabei waren die Baumaßnahmen an Kirche und Pfarrhaus, die Funde, die dabei gemacht wurden (Taufengel und Kirchenarchiv), die "große" landkreisübergreifende Gemeinde, Kirchenausflüge, Feste, der Friedhof, und vieles mehr.

Zuletzt sprach Pfarrer Pretzer noch Dankesworte. Er bedankte sich beim Mesnerteam, bei den Organisten, den Friedhofsgärtnern und der Verwaltung (hier wurde auch Kritik an den Friedhofsnutzern geäußert), dem Kindergottesdienst-Team, dem Dekan, dem Kirchenvorstand, der sehr gut funktioniere, und bei der "Seele der Gemeinde", Pfarramtssekretärin Birgit Schmiegel, der der größte Dank gebühre.

Pretzer erwähnte auch, wie wohl er sich als Bürger des Ortes Gärtenroth fühle, und dass man ihn hier auch als Mensch und Privatperson akzeptiere. Zuletzt blickte er in eine hoffnungsvolle Zukunft, bevor das Buffet mit Kaffee und Kuchen eröffnet wurde. red

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