Muggendorf

Pfarrer i. R. Ludwig Bock spielt seit 80 Jahren Orgel

Ludwig Bock ist seit 25 Jahren Organist in der evangelische Kirche in Muggendorf. Aber das ist nur das kleine Jubiläum: In Wirklichkeit sitzt der Pfarrer im Ruhestand seit 80 Jahren auf der Orgelbank ...
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Ludwig Bock (l.), Pfarrerin Cornelia Meyer und Dekan Günther Werner  Foto: hl
Ludwig Bock (l.), Pfarrerin Cornelia Meyer und Dekan Günther Werner Foto: hl

Ludwig Bock ist seit 25 Jahren Organist in der evangelische Kirche in Muggendorf. Aber das ist nur das kleine Jubiläum: In Wirklichkeit sitzt der Pfarrer im Ruhestand seit 80 Jahren auf der Orgelbank und spielt die Königin der Instrumente.

Im Rahmen eines Gottesdienstes wurde ihm für sein außerordentliches Engagement in der Kirchenmusik gedankt. Dekan Günther Werner beleuchtete den Werdegang des heute 90-Jährigen. "Schon mit vier Jahren hat Ludwig Bock unter Anleitung seiner Mutter Klavierunterricht bekommen. Da der Vater Pfarrer war, besuchte er jeden Sonntag den Hauptgottesdienst, und jeden Morgen wurde in der Pfarrerfamilie ein Choral aus dem Gesangbuch gesungen. Bereits mit zehn Jahren spielte der kleine Ludwig einzelne Choräle im Sonntagsgottesdienst, in denen seine Mutter Organistin war. Bald spielte er ganze Gottesdienste", blickte Günther Werner auf das musikalische Leben von Ludwig Bock zurück.

20-jährig, nach dem Abitur, habe er einen Intensivkurs für Orgel erhalten. Als junger Pfarrer verschlug es Ludwig Bock mit der Familie nach Südafrika. Dort sei er bei vielen Gottesdiensten Pfarrer und Organist zugleich gewesen.

Zurück in Deutschland begleitete Ludwig Bock bis zur Ruhestandsversetzung 1994 eine Pfarrei in Amorbach. Auch dort beteiligte er sich am kirchenmusikalischen Dienst.

Nach dem Ende seines Dienstes als Pfarrer bezog Ludwig Bock sein Haus am Dooser Berg in Muggendorf. Was lag näher, als den Ruheständler auf die Orgelbank in der Laurentiuskirche zu bitten. Aber auch in weiteren Kirchengemeinden des Dekanates habe er zur Aushilfe die Orgel gespielt. Für Ludwig Bock sei es eine Freude, in seinem hohen Alter noch regelmäßig die Orgel spielen zu dürfen. Die Choralliteratur, aber auch Werke von Johann Sebastian Bach lägen ihm besonders am Herzen, sagte Günther Werner in seiner Laudatio. hl

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