Bad Staffelstein

Pfarrer Bautz gibt die Urlauber-Seelsorge ab

Knapp 15 Jahre nach Amtsantritt wurde Helmuth Bautz gestern aus der ökumenischen Urlauber- und Kurseelsorge verabschiedet. Erhalten bleibt der Pfarrer aber noch in zwei weiteren Funktionen. Abschiedsg...
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Mit erhobenem Zeigefinger predigte Helmuth Bautz nicht. Vielmehr rief er freundlich ins Gewissen, wie viel Gewicht Worte haben können.
Mit erhobenem Zeigefinger predigte Helmuth Bautz nicht. Vielmehr rief er freundlich ins Gewissen, wie viel Gewicht Worte haben können.
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Knapp 15 Jahre nach Amtsantritt wurde Helmuth Bautz gestern aus der ökumenischen Urlauber- und Kurseelsorge verabschiedet. Erhalten bleibt der Pfarrer aber noch in zwei weiteren Funktionen.

Abschiedsgottesdienst - das klang größer, als es war. Helmuth Bautz geht, aber er geht nicht von Bad Staffelstein weg. Lediglich eine Funktion gab er ab, bildlich gesprochen einen von insgesamt drei Hüten. So formulierte es Dekanin Stefanie Ott-Frühwald, die manches Verdienst aufzählte, das Bautz vor allem im Schaffen von Angebotsformaten zukommt. Da wären die Kurseelsorge sowie unter anderem der beliebte Mondscheinspaziergang. Dabei hob Ott-Frühwald hervor, dass sich kaum jemand so recht ein Bild davon machen könne, wie anstrengend es sei, drei Teildienststellen zu erfüllen.

Aufgabe hat Spaß gemacht

Nun, nach Ablegen eines Hutes, wird Bautz noch am Lichtenfelser Gymnasium tätig sein und in der Jugendarbeit des Dekanats. Bautz selbst erklärte unserer Zeitung gegenüber, dass er nach 15 Jahren festgestellt habe, dass ihm der Posten noch Spaß gemacht habe. Aber eben mit dieser Erinnerung und in dieser Stimmung wolle er diese Aufgabe auch abgegeben wissen. Überdies habe ein 2017 erlittener Herzinfarkt ein Kürzertreten nahegelegt.

In einer Lesung, die er vor gut besetzten Reihen in der Dreieinigkeitskirche selbst vornahm, ging er auf eine biblische Szene ein, bei der sich schon Petrus und Johannes kurierend und seelsorgerisch zeigten.

Was nimmt Bautz aus seiner Zeit als Urlauber- und Kurseelsorger mit? Da wäre unter anderem ein aufwühlender Moment, der ihm die Augen für das Gewicht von Worten geöffnet habe und an dem er erkennen konnte, wie bedachtsam man mit ihnen umgehen sollte. Und da wäre auch diese eine ältere Patientin, mit der er einst vor Jahren seelsorgerisch ins Gespräch kam und der das wohl guttat. Seither melde sie sich von ihrem Daheim andernorts zweimal jährlich, um Grüße zu bestellen. Er freue sich darauf, seine Kräfte nun konzentriert für die beiden restlichen Aufgaben einzusetzen, so Bautz. Seine Aufgabe in der Urlauber- und Kurseelsorge wird nun von seiner Frau, Pfarrerin Anja Bautz, übernommen.

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