Kronach
Schach-Bezirksligen

Pfadenhauer feiert Titel, Tettau rettet sich

Mit Johannes Pfadenhauer an Brett 1, der auch Mitglied des Kronacher SK ist, holte sich die zweite Mannschaft des TSV Bindlach die Meisterschaft der Bezirksoberliga. Dagegen schaute der PTSV SK Hof in...
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Die besten Saison-Spieler vom KSK II nebeneinander: (v.l.) Johannes Renner, Hans Blinzler und stehend Hans-Joachim Schmierer. Dominik Kessel (mit Brille) schaffte an diesem Spieltag als einziger einen vollen Punkt.  Foto: Hans-Gerhard Neuberg
Die besten Saison-Spieler vom KSK II nebeneinander: (v.l.) Johannes Renner, Hans Blinzler und stehend Hans-Joachim Schmierer. Dominik Kessel (mit Brille) schaffte an diesem Spieltag als einziger einen vollen Punkt. Foto: Hans-Gerhard Neuberg

Mit Johannes Pfadenhauer an Brett 1, der auch Mitglied des Kronacher SK ist, holte sich die zweite Mannschaft des TSV Bindlach die Meisterschaft der Bezirksoberliga. Dagegen schaute der PTSV SK Hof in die Röhre, denn beim FC Nordhalben musste man die zweite Niederlage in Folge einstecken.

Bezirksoberliga

FC Nordhalben - PTSV SK Hof 5,5:2,5

Ergebnisse: H. Wunder - Schindler 1:0, S. Wunder - Galstyan remis, Müller - Urytskyy 0:1, Burgemeister - Hilbig remis, Scherbel - Hertel 1:0, Schultes - Wüst remis, Stumpf - Schleupner 1:0, Zimmermann - von Lossow 1:0.

Bezirksliga West

Knapp ging es dagegen im Kampf um die Meisterschaft der Bezirksliga West zu, denn Burgkunstadt lag nur einen Punkt vor der Spielgemeinschaft Hollfeld/Memmelsdorf, hatte jedoch wesentlich mehr Brettpunkte. Trotz des deutlichen Sieges gegen den TSV Tettau muss sich die SG punktgleich mit dem zweiten Platz zufriedengeben, da Burgkunstadt 4:4 spielte. Auch in dieser Liga war die Stimmung bei den Mannschaften ab Platz 3 ziemlich angespannt, denn je nach den Ergebnissen in den oberen Ligen konnte das Abstiegsgespenst bis zu fünf Mannschaften treffen. Coburg und Strullendorf retteten sich. Der TSV Tettau war froh, dass Neustadt in der Oberliga Schützenhilfe geleistet hatte. Steinwiesen blieb dagegen auf Platz 8. Die zweite Mannschaft des Kronacher SK fiel auf den letzten Platz zurück. hn SC Bamberg III - Kronacher SK II 5,5 : 2,5

Für die Kronacher "Zweite" war schon vor dem Spiel klar, dass der Klassenerhalt nicht mehr zu schaffen war. Trotz der Überlegenheit der Gastgeber an allen acht Brettern - die theoretische Spielstärkedifferenz nach Deutscher Wertungszahl (DWZ) im Durchschnitt über 200 Punkte entspricht mehr als einem Klassenunterschied - hielten die mit vier Spielern noch im U21-Alter angetretenen Kronacher lange gut mit und hätten bei besserer Chancennutzung auch ein etwas besseres Ergebnis erzielen können. Spieler des Tages war diesmal der 18-jährige Dominik Kessel, der gegen den Altmeister und erheblich stärker eingeschätzten Harald Kudlich eine feine Partie spielte. Er ließ sich auch von einem gefährlichen Turmopfer nicht beeindrucken und führte sein Spiel mit drückenden Bauern bereits nach gut zwei Stunden sicher zum Sieg. Es sollte aber der einzige Einzelerfolg bleiben.

Hans Blinzler spielte gegen den starken Syrer Bdier zunächst ganz ungewohnt auf Angriff, ließ aber zu viele Abtausche zu und so endete die Partie bald unentschieden. Blinzler wurde erfolgreichster Punktesammler der Saison (6,5 Punkte aus den neun Partien). Bamberg glich bald darauf durch Gehlert aus. Hervorragend hielt sich Hansi Schmierer am Spitzenbrett gegen den auf dem Papier deutlich überlegenen Boß. Im Endspiel konnte er sich mit präzisem Spiel gegen eine Bauernmehrheit erwehren und hielt das Remis. Sein Saisonresultat kann sich sehen lassen: an Brett 1 oder 2 ungeschlagen, mit vier Punkten aussieben Partien.

Frank Baumgärtner, Vorjahres-Punktbester beim KSK II, hatte ebenfalls einen stärken Gegner (+200), konnte aber trotz eines ungenauen Zuges im Mittelspiel einen verdienten halben Punkt erzielen. Bei den nun 2,5 Punkten auf der Kronacher Seite sollte es trotz teils hartnäckiger Gegenwehr der drei Nachwuchsspieler an den hinteren Brettern bleiben. Johannes Renner, zweitbester Saisonspieler (4,5 aus acht) musste trotz konzentrierter Gegenwehr nach drei Stunden die Segel streichen. Jonas Burger ließ sich von seiner erheblichen Spielstärke-Unterlegenheit nicht verunsichern und lieferte Heinrich Jung einen guten und langen Kampf. Nach drei Stunden standen alle 16 Bauern noch auf dem Brett; am Ende jedoch setzte sich doch die Erfahrung des Gegners durch. Auch der 16-jährige David Müller hielt gut mit, nutzte aber sich bietende Chancen nicht und gab die lange offene Partie nach 3,5 Stunden auf. hb/hn Ergebnisse: Boß - Schmierer remis, Spiegel - Baumgärtner remis, Kudlich- Kessel 0:1, Gehlert - Seidel 1:0, Bdier - Blinzler remis, Eckl - Renner 1:0, Jung - Burger 1:0, Sude - Müller 1:0. SG Hollfeld/Memmelsdorf - TSV Tettau 5,5:2,5

Ergebnisse: Brandman - Tomaschko remis, Niemetz - Kirchhübel 1:0, Brehm - Hager 0:1, Hugel - Niehaus 1:0, Rödel - Müller-Welt remis, Münzel - Radomirovic 1:0, Kuhlemann - Güntsch 1:0, Schelenz - Müller remis. SC Steinwiesen - TSV Mönchröden 3,5:4,5

M. Kuhnlein Reitzler 0:1, Freyer - F. Oppel remis, W. Kuhnlein - Etzrodt 1:0, Michl - B. Eisenacher 0:1, Müller-Gei - R. Oppel, Raimond remis, Bayerkuhnlein - J. Eisenacher 0:1, Backer - Bauer 1:0, Schmittdorsch - Hirsch remis.

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