Kulmbach

Petri-Posaunenchor wird gefeiert

Der Posaunenchor St. Markus aus München schenkte dem Traditionsposaunenchor der Petrigemeinde ein Konzert der Extraklasse: Der Posaunenchor der Petrikirche wird in diesem Jahr nämlich 100 Jahre alt.
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Mitklatschen ausdrücklich erlaubt, signalisierte der Leiter des Posaunenchores St. Markus München, Matthias Bertelshofer - und die Kulmbacher kamen der Aufforderung nach.
Mitklatschen ausdrücklich erlaubt, signalisierte der Leiter des Posaunenchores St. Markus München, Matthias Bertelshofer - und die Kulmbacher kamen der Aufforderung nach.
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Posaunenchöre gehören zum immateriellen Kulturerbe und wurden erst vor wenigen Jahren ins bundesweite Unesco-Verzeichnis aufgenommen. Deshalb ließ sich der Posaunenchor St. Markus auch nicht lange bitten und gastierte gerne in Kulmbach. Denn zwischen den Kulmbacher und den Münchner Musikern gibt es eine enge Verbindung: Der Posaunenchor der Petrikirche ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden, das Münchner Ensemble feiert 50-jähriges Bestehen. Und Thomas Bock, Mitglied bei den Münchnern, hat vor 30 Jahren in Kulmbach angefangen, Trompete zu lernen. Nun kam er mit dem Münchner Ensemble, in dem er jetzt heimisch ist, gerne nach Kulmbach zurück.

Nur zwei Mitglieder des Posaunenchores St. Markus stammen wirklich aus München. Alle anderen der insgesamt 35 Bläser sind zugewandert, viele aus Franken, Schwaben oder dem Rest Deutschlands.

Der Posaunenchor St. Markus schenkte den Kulmbacher Musikbegeisterten ein wunderschönes Konzert mit anspruchsvollen Werken wie der zeitgenössischen "Fanfare for Peace" von Stefan Mey, ein sehr festliches Werk und mit Liedern zum Mitsingen. Denn schließlich entspricht es der Tradition der Posaunenchöre, das Gemeindeleben zu bereichern.

Konzertbesucher stimmten ein

Die Kulmbacher Konzertbesucher stimmten bei "Tut mir auf die schöne Pforte", bei "Danket dem Herrn", allerdings nicht in üblicher Weise, sondern im Dreivierteltakt gespielt, oder bei "Herz und Herz vereint zusammen" mit ein.

Der Leiter des Posaunenchores, Matthias Bertelshofer, hatte für das Konzert in Kulmbach allerdings noch zahlreiche andere musikalische Höhepunkte ausgesucht. Der Posaunenchor interpretierte ein Menuett und eine Gavotte aus der Orchestersuite BWV 1069 von Johann Sebastian Bach.

Opernfreunde kamen bei "Lascia ch'io pianga" aus Georg Friedrich Händels Oper "Rinaldo" und bei der berühmten Ouvertüre zu Giuseppe Verdis "Nabucco" auf ihre Kosten.

Ein sehr feines Werk war "Vexilla regis". Der Posaunenchor St. Markus München bewies bei dem Passionshymnus viel Fingerspitzengefühl. Ursprünglich wurde das Werk für Karfreitag komponiert und wird meist mit mehrstimmigem Chor aufgeführt. Doch auch die Instrumentalversion überzeugte.

Um die gesamte Bandbreite der Münchner Musiker zu zeigen, legte Dirigent Matthias Bertelshofer beim Jubiläumskonzert noch moderne Weisen wie "The floral dance" von Katie Moss und den Western-Superhit "Die glorreichen Sieben" auf. Richtig Spaß hatten die Kulmbacher bei der berühmten Johann-Strauß-Schnellpolka "Unter Donner und Blitz". Vor Begeisterung klatschten die Zuhörer in der Petrikirche mit, die Stimmung kochte. Beim Konzert spielte Hermann Weiß, der Leiter des Bezirksposaunenchores, bei mehreren Stücken die Pauke.

Die Mitglieder des Posaunenchores St. Markus München verabschiedeten sich mit einer Zugabe und machten vielen Musikfreunden Lust auf mehr Musik beim sonntäglichen Jubiläumsgottesdienst.

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