Kronach
Giftköder

Peta setzt Belohnung aus

Eine Hundehalterin zeigte der Polizei in Kronach am Donnerstag an, dass ihr Vierbeiner einen Giftköder im Stadtgebiet gefressen hatte (wir berichteten). Da es sich nicht um einen Einzelfall handelt, b...
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Eine Hundehalterin zeigte der Polizei in Kronach am Donnerstag an, dass ihr Vierbeiner einen Giftköder im Stadtgebiet gefressen hatte (wir berichteten). Da es sich nicht um einen Einzelfall handelt, bittet die Behörde Tierhalter zu erhöhter Vorsicht und um Hinweise auf den Täter unter der Telefonnummer 09261/5030.
Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, hat die Tierrechtsorganisation Peta nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise, die ihn überführen, ausgesetzt. Zeugen könnten sich ebenso telefonisch unter 01520/7373341 oder per whistleblower@peta.de bei der Tierrechtsorganisation melden - auch anonym, heißt es in einer Pressemitteilung von Peta Deutschland.


"Auch für Kinder bedrohlich"

"Der Täter muss schnellstmöglich überführt werden, damit Vierbeiner in Kronach wieder sorglos spazieren geführt werden können", so Judith Pein im Namen von Peta. "Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Der Täter muss sich außerdem darüber im Klaren sein, dass mit Gift präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch besonders für Kinder lebensbedrohlich sein können", so die Peta-Sprecherin weiter.


Tipps für Erste Hilfe

In diesem Zusammenhang gibt Peta Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, müsse umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, blassen oder porzellanfarbenen Veränderungen an den Schleimhäuten, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen müsse ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden.
Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge dürfe nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Für eine schnelle Diagnose sei es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen. red


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