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Seubersdorf

Personenrettung klappte sehr gut

Die an einer Übung in Seubersdorf teilnehmenden Feuerwehren arbeiteten gut zusammen. Lediglich auf der Kommunikationsebene wurde noch Verbesserungsbedarf erkannt.
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Auch die Erstversorgung einer aus dem Brandobjekt "geretteten" Person gehörte zu den Anforderungen der Feuerwehrübung. Foto: Roland Dietz
Auch die Erstversorgung einer aus dem Brandobjekt "geretteten" Person gehörte zu den Anforderungen der Feuerwehrübung. Foto: Roland Dietz

Für den Ernstfall gerüstet zeigten sich die sieben Feuerwehren, die an einer Großübung im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche in Seubersdorf teilnahmen. Dabei stand neben der Feuerbekämpfung auch die Bergung von eingeschlossenen Personen im Mittelpunkt dieser Übung.

Der um 18 Uhr ausgelöste Großalarm führte die teilnehmenden Wehren aus Seubersdorf, Görau, Geutenreuth, Modschiedel, Wunkendorf, Azendorf und Weismain zur Gemeinschaftshalle in Seubersdorf, wo ein simulierter Großbrand bekämpft werden sollte. Die alarmierten Wehren, allen voran natürlich die aus Seubersdorf, waren schnell am Brandort.

Die heimische Wehr hatte sofort einen Löschangriff auf der Südseite des Gebäudes eingeleitet, und nach ein paar Minuten hieß es "Wasser Marsch!". In kürzester Zeit war die Wasserversorgung für die Azendorfer Wehr mit ihrem Löschfahrzeug sichergestellt. Den Atemschutzgeräteträgern gelang es dann, die drei vermissten Personen aus dem brennenden Objekt herauszuholen.

Die Atemschutzgeräteträger wurden von der Weismainer Wehr unterstützt, die sich für eine mögliche Ablösung positioniert hatte. Inzwischen hatten die anderen Wehren zwei Schlauchleitungen von den Wasserabnahmestellen aus dem Ortskern gelegt, und die Wehr aus Geutenreuth löschte den Brandherd von der Nordseite aus und sicherte auch das Nebengebäude ab. Ein Atemschutzgeräteträger, der zum Löscheinsatz im Gebäude war, musste sich einer medizinischen Erstbehandlung unterziehen.

Einsatzleiter war zufrieden

Ein imposantes Bild boten die 80 Feuerwehrleute, die an der Übung teilgenommen hatten, als sie sich zur Besprechung aufgestellt hatten. Einsatzleiter Uwe Weiß von der Seubersdorfer Wehr zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Der Kulmbacher Kreisbrandinspektor Siegfried Zillig war der Meinung, dass im Ernstfall eine bessere Kommunikation der Einsatz- und Abschnittsleiter nötig wäre.

Der schnelle Einsatz nach der Alarmierung war sehr zufriedenstellend gewesen. Die landkreisübergreifende Verständigung und die Zusammenarbeit hatten gut geklappt. Trotz eines kleinen Kommunikationsproblems war auch der zuständige Kreisbrandmeister, Matthias Müller, voll des Lobes für die teilnehmenden Feuerwehrleute. Besonders aus der engen Ortsmitte heraus seien die Schlauchleitungen bestens verlegt worden. Ebenso hätten Bereitstellungsräume zur Verfügung gestanden. Wichtig sei gewesen, dass bei kleinen Problemen sehr gut zusammengearbeitet worden sei. Die Kampagne der Feuerwehren "Wir sind Ehrenamt - wir sind Feuerwehr" sei prima umgesetzt worden.

Gewachsene Anforderungen

Bürgermeister Udo Dauer freute sich über den erfolgreichen Verlauf der Übung. Es sei nicht so schlecht, dass auch mal kleine Schwierigkeiten bei einer Übung auftauchen; diese könne man im Ernstfall dann abstellen. Die Anforderungen in den vergangenen Jahren seien gewachsen. Die Feuerwehrleute in der heutigen Zeit seien jedoch Garanten dafür, dass diese Anforderungen erfüllt werden. Für die Bevölkerung habe die Übung gezeigt, dass auf die Feuerwehren auch im Ernstfall Verlass ist.

Bei einer kleinen Stärkung im Seubersdorfer Feuerwehrhaus wurde dann ein reger Gedankenaustausch gepflegt.

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