Bamberg

Perego geht nach Pesaro

Brose Bamberg trennt sich wie erwartet von seinem Trainer. Der Nachfolger des Italieners soll bald feststehen. Vechta-Coach Pedro Calles wird es wohl nicht sein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Federico Perego kam 2014 als Assistent von Trainer Andrea Trinchieri nach Bamberg. Foto: Daniel Löb
Federico Perego kam 2014 als Assistent von Trainer Andrea Trinchieri nach Bamberg. Foto: Daniel Löb

Trainer Federico Perego verlässt Brose Bamberg. Der Italiener wechselt zurück in sein Heimatland, wo er ein Angebot von VL Pesaro angenommen hat. Das Team aus der Hafenstadt an der Adria hat die Saison auf dem vorletzten Platz abgeschlossen, bleibt aber erstklassig.

Der 34-Jährige kam im Sommer 2014 als Assistent von Andrea Trinchieri nach Bamberg. Im Januar dieses Jahres löste er Ainars Bagatskis als Chefcoach ab und feierte einen Monat später mit dem Brose-Team den Pokalsieg. Zudem führte Perego die Bamberger ins Final Four der Champions League. In den Bundesliga-Play-offs war aber bereits im Viertelfinale Endstation. "Wir bedanken uns bei Federico für die letzten fünf Jahre, vor allem für seine Bereitschaft, dem Club in einer schwierigen Phase zu helfen und die Mannschaft in den letzten fünf Monaten zu führen. Der Pokalsieg ist in großem Maße auch sein Verdienst. Für seine neue Aufgabe in Pesaro wünschen wir ihm alles Gute", meinte Arne Dirks, Geschäftsführer von Brose Bamberg.

Perego wird auf der Homepage des Vereins wie folgt zitiert: "Die letzten fünf Jahre waren eine grandiose Reise für mich. Ich hatte die Chance, Teil eines Prozesses zu sein, der Titel brachte, vor allem aber Spieler, Trainer und den gesamten Verein auf ein höheres Level beförderte."

Im Zuge des personellen Umbruchs - fünf Spieler haben Brose bereits verlassen - wird es nun auch auf der Trainerposition einen Neuanfang geben. Wer das Amt übernehmen wird, ist derzeit noch offen. Als Kandidaten galten zuletzt Pedro Calles von Rasta Vechta und Roel Moors (Telenet Giants Antwerpen). Rasta-Geschäftsführer Stefan Niemeyer hatte unlängst mitgeteilt, dass Calles seinen in Vechta noch ein Jahr gültigen Vertrag erfüllen werde. Moors hat mit dem Bamberger Champions-League-Kontrahenten Antwerpen die Saison in Belgien am Donnerstag beendet. Antwerpen verlor die Finalserie (best of five) gegen Filou Ostende mit 1:3.

Wie Dirks in einem Podcast des Vereins mitteilte, soll der neue Trainer schnellstmöglich gefunden werden: "Wir sind relativ weit. Ich bin guten Mutes, dass wir in der nächsten Woche eine Entscheidung treffen werden." Der neue Coach müsse "ins System passen und bereit sein, auf junge Spieler zu setzen".

Trotz der sportlichen Neuausrichtung und des finanziellen Konsolidierungskurses bleiben die Ansprüche bei den Bambergern aber hoch. Geschäftsführer Dirks kündigte an: "Es muss weiterhin unser Anspruch sein, in den Play-offs voll mitzumischen. Wir werden weiterhin ein Top-Budget haben."

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren