Bamberg
Stellungnahme

"Passage wird gerne genutzt"

Immer wieder ist jüngst in Leserbriefen Kritik an der Ästhetik der Passage im Quartier an den Stadtmauern laut geworden. Die Sparkasse Bamberg nimmt dazu nun in einem Schreiben Stellung. "Auch für uns...
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Immer wieder ist jüngst in Leserbriefen Kritik an der Ästhetik der Passage im Quartier an den Stadtmauern laut geworden. Die Sparkasse Bamberg nimmt dazu nun in einem Schreiben Stellung.

"Auch für uns spielt Ästhetik eine große Rolle, immer in Verbindung mit dem Erhalt des Weltkulturerbetitels", teilt Mathias Polz, Pressesprecher der Sparkasse Bamberg, mit. Daher habe es für die Fassaden in der Langen Straße und der Franz-Ludwig-Straße einen Wettbewerb gegeben, zu dem sechs renommierte Architekturbüros aus ganz Deutschland eingeladen wurden. Das hochkarätig besetzte achtköpfige Sach- und Fachpreisgericht habe gemeinsam mit weiteren Vertretern aus Politik und Denkmalschutz einstimmig einen Sieger erkoren.

"Der Welterbestatus Bambergs war durch das Quartier an den Stadtmauern nie gefährdet. Wer das behauptet, sagt nicht die Wahrheit", so Polz. Es sei kein leichtes Bauvorhaben gewesen: Neubauten neben der Sanierung der denkmalgeschützten Bestandsgebäude, Erhalt der Mikwe und Integration erhaltener Stadtmauerreste. "So entstand über Monate das Quartier an den Stadtmauern. Im Quartier kann man wohnen, arbeiten, übernachten oder einkaufen - vielfältiges Leben mitten in der Stadt. Oder man nutzt den schnellen Weg zwischen ZOB und Langer Straße und lässt sich ein Stück von zeitgenössischer Kunst begleiten - einfach so. Die Passage ist praktisch und wird offensichtlich gerne genutzt."

Das Quartier entwickelt sich laut Sparkasse weiter, und es werde auch noch weiter gebaut. Derzeit werde das historische Gebäude mit der Mikwe saniert. In einem kleinen Dokumentationszentrum soll ein Teil der Mikwe für die Öffentlichkeit zugänglich und damit die jüdische Geschichte und Vergangenheit Bambergs an dieser Stelle erlebbar gemacht werden. Mit der Mikwe werde künftig das älteste noch sichtbar vorhandene Denkmal der jüdischen Gemeinde in Bamberg präsentiert.

Polz: "Noch sind nicht alle Bauzäune und Gerüste verschwunden, aber auch das wird bald erfolgen. Erst dann kann man die Wirkung des gesamten Quartiers wahrnehmen, eben Neubau und historischen Altbau nebeneinander." red

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